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"Ich wollte mir das Messer nur ansehen"

Feldkirch - Zwei 15-Jährige vor Gericht: Sie hatten ihre Nachbarin begrapscht und mit einem Messer bedroht. Fünf Monate bedingte Haft für den Arbeitlosen und vier Monate auf Bewährung für den Schüler.

Ein Sonderschüler und ein Arbeitsloser aus Bregenz mussten sich am Donnerstag wegen geschlechtlicher Nötigung vor dem Landesgericht verantworten.

Im September hatten die Burschen ihre 14-jährige Nachbarin auf einen Spielplatz gezerrt und sie dann zur Bregenzerache getragen. Obwohl sich das Mädchen wehrte und schrie, begrapschten es die 15-Jährigen im Intimbereich. Auch ein Messer hielten sie der Schülerin an den Hals.

„Drohen wollte ich ihr nicht. Ich wollte mir das Messer eigentlich nur ansehen“, gab der Sonderschüler äußerst unglaubwürdig zu Protokoll. „Außerdem haben wir ihr das Messer nur drei Sekungen lang an ihren Hals gehalten. Entschuldigt haben wir uns bei ihr später auch“, verteidigte sich der Arbeitslose.

„Bin ihnen nicht mehr böse“

Das Opfer scheint den Vorfall nachträglich recht locker zu nehmen. Böse sei sie den Grapschern inzwischen nicht mehr, erklärte die 14-Jährige im Zeugenstand.

Um eine Verurteilung kamen die dreisten Burschen trotzdem nicht herum: Fünf Monate bedingte Haft für den Arbeitlosen und vier Monate auf Bewährung für den Schüler. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig.

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