"Ich glaube fest daran, dass wir es schaffen können"

Der 14-jährige Max Ben Romdhane setzt sich für die Umwelt ein.

Greta Thunberg und Fridays For Future mobilisieren seit 2018 Millionen zu friedlichen Demos. Trotz Corona bleibt die Bewegung lebendig und Beweis dafür, dass sich Jugendliche engagieren, vernetzen und sich des eigenen Handelns für die Zukunft der Gesellschaft bewusst sind. Häufig leben sie Klima- und Umweltschutz ganz praktisch vor. Auch Max Ben Romdhane aus Nüziders möchte die Zukunft mitgestalten und mitreden können. „Wir möchten mitentscheiden, wie unsere Gesellschaft verändert wird“, sagt der 14-Jährige.  

Zero-Waste-Picknick

Aus diesem Grund engagiert sich Max Ben Romdhane sich für das Projekt „jung&weise“, das vom Netzwerk „Welt der Kinder“ unter der Leitung von Carmen Feuchtner entwickelt wurde. Das Partizipationsprogramm wird unter anderem von den Gemeinden und der Vorarlberger Landesregierung gefördert. Es zielt darauf ab, junge Menschen dabei zu unterstützen, ihre Anliegen zu formulieren und im Anschluss in ihrer Lebenswelt umzusetzen. Die Jugendlichen sammeln Ideen für Projekte und Initiativen, prüfen sie gemeinsam mit Experten und sollen dann selbst zur Tat schreiten. „Den Anstoß gab mir der Generationendialog bei uns im Walgau. Meine Schule ist Partner des Projekts ‚jung&weise‘ und hat uns für die verschiedenen Projekte Zeit gegeben“, erzählt der 14-Jährige, der sich vor allem für die Frage interessiert hat, ob sich Erwachsene für die Umwelt und Bildung engagieren.

Im Zuge des Projekts wurden Exkursionen veranstaltet, die Jugendlichen haben auch selbst Initiativen geplant. „Eine Initiative beschäftigte sich zum Beispiel damit, wie man auf Festen und Veranstaltungen Plastik sparen kann. Wir wünschen uns, dass die Gemeinden einen Wagen mit Geschirrspüler und Mehrweggeschirr zur Verfügung stellen. Eine Gemeinde im Land hat das bereits umgesetzt“, sagt der junge Nüziger, der es toll findet, wenn Erwachsene und junge Menschen zusammenarbeiten. Ebenso wurde ein Zero-Waste-Picknick veranstaltet.

„Bei weiteren ‚jung&weise‘-Dialogen konnten wir uns mit Bürgermeistern und einmal mit dem Landeshauptmann austauschen. Ebenso fanden Diskussionen mit verschiedenen Klimaforschern, unter anderem von der Universität Wien, statt“, erklärt der Schüler. Daraus seien dann weitere Initiativen entstanden, die auch zur Nachahmung anregen. „Wir haben zum Beispiel einen Garten angelegt und geschaut, wie die Produkte in der Schulküche verwendet werden können.“ Die Jugendlichen haben außerdem erfahren, wie Politik gemacht wird und wie politisch gehandelt werden kann.

Ziel des Projekts ist es, eine Veränderung bezüglich der Klimakrise zu erreichen: „Wir wollen Erwachsene auf das Thema aufmerksam machen und ebenso Dinge einfordern“, so Romdhane. „Ich schaue trotz Klimakrise positiv in die Zukunft und glaube daran, dass wir es schaffen können“, ist er überzeugt. „Jeder kann einen Unterschied machen, wenn man sich selbst an der Nase nimmt.“

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