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"Ich bin sehr erleichtert"

Schwarzach - VN-INTERVIEW: Margit* und ihre Reaktion auf den Prozess gegen Mario M. Mit Genugtuung nahm das Opfer das Urteil gegen ihren Peiniger auf.

VN: Was sagen Sie zum Urteil gegen jenen Mann, der Ihnen so viel Leid zugefügt hat?

Margit: Ich bin unendlich erleichtert. Jetzt ist er für lange Zeit weg und ich brauche mir keine Sorgen zu machen.

VN: Wie ging es Ihnen im Vorfeld des Prozesses?

Margit: Nicht gut. Ich hatte Angst. Angst davor, was da herauskommt. Man weiß ja nie, zu welchem Urteil Geschworene in so einem Prozess kommen. Ich schlafe gewöhnlich gut, aber in der Nacht vor dieser Verhandlung tat ich das nicht.

VN: Sie mussten selber nicht vor Gericht aussagen. Froh darüber?

Margit: Ja. Ich war froh, nicht vor Gericht aussagen zu müssen. Obwohl ich eigentlich darauf eingestellt war. Aber mein Rechtsvertreter informierte mich vor Kurzem, dass ich nicht in Feldkirch erscheinen müsse.

VN: Wie haben Sie den Tag des Prozesses verbracht.

Margit: Ich versammelte meine Familie und meine beste Freundin bei mir zu Hause. Das hat mir sehr gut getan. Ich wollte nicht allein sein. Wir haben heute natürlich über den Fall gesprochen. Aber nicht nur.

VN: Ist dieses Urteil für Sie nun eine Art Abschluss Ihrer schrecklichen Erlebnisse?

Margit: Das kann man so sagen. Vor dem Prozesstag konnte ich nicht zur Ruhe kommen. Aber jetzt ist ein Abschnitt beendet und ich kann mich wieder auf andere Dinge konzentrieren.

*Name von der Redaktion geändert

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