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IBK-Kleinprojektefonds überwindet Grenzen

Bregenz - Die Internationale Bodenseekonferenz legte ein Fonds auf, der kleine, grenzüberschreitende Projekte fördert. Bisher wurden 22 Projekte bewilligt.

Vor rund einem Jahr startete die Internationale Bodensee Konferenz (IBK) eine Initiative, um auf Bürgerebene die Kontakte zwischen den Bodensee-Anrainerländern zu vertiefen. Aufgelegt wurde ein Fonds, der kleine, grenzüberschreitende Projekte fördert. Bewerben können sich Einzelpersonen, Gruppen, Vereine, Gemeinden, Schulen und ähnliche Einrichtungen aus dem Bodenseeraum.

„Die Menschen kennen die Nachbarländer vor allem durch Freizeitaktivitäten oder durchs Einkaufen. Ein dauerhafter Kontakt oder ein Gemeinschaftsgefühl zwischen den Menschen aus dem Bodenseeraum entsteht dabei eher selten. Genau das ist jedoch das Ziel der IBK: Die Leute über die Grenze zusammenbringen, um so das Wissen voneinander zu mehren und das gegenseitige Verständnis zu fördern“, so Klaus-Dieter Schnell, Geschäftsführer der IBK in Konstanz. Beim Kleinprojektefonds steht daher die Bürgerbegegnung im Zentrum, z.B. zwischen Menschen im Alpenrheintal, am Hochrhein oder auch quer über den Bodensee. Zum Gebiet der IBK gehören neben den direkten See-Anrainerländern auch der Kanton Zürich, die beiden Appenzell und Liechtenstein.

22 Projekte bewilligt

Seit dem Start des Fonds im Juli 2010 wurden 22 Projekte bewilligt, darunter

  • Explizit grenzüberschreitende Sportturniere, z.B. Handball, Fußball, Beachvolleyball,

  • Seminare, Workshops und Tagungen zu grenzüberschreitenden Themen, z.B. Perspektiven Alpenrheintal, Kulturvernetzung Rheintal, Austausch Jugendreferenten,

  • Grenzüberschreitende Feste, z.B. Museumsbahnfest Rielasingen-Worblingen, Grenzerfest Sulzberg-Oberreute,

  • Künstlerische Aktionen, z.B. theater grenzenlos, Festival Vergessene Worte – Rumantsch, oder

  • Gesellschaftliche Projekte, z.B. Mädchen sprengen Grenzen, Fotoausstellung zum Theaterprojekt mit Menschen mit Demenz.

Gefördert werden jeweils bis zu 50 Prozent der Projektkosten. Die übrigen Kosten tragen die Kleinprojekte selbst. Die maximale Fördersumme beträgt 2.500 Euro. Erstmals haben damit auch kleine Projekte Zugang zu europäischen Fördermitteln des Interreg IV-Programms Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein.

Einreichfristen 2011

Die nächste Einreichfrist für Anträge an den IBK-Kleinprojektefonds endet am 5. September 2011. Die Einreichfrist für die letzte Förderrunde 2011 endet am 10. November 2011. Die Pilotphase des Kleinprojektefonds läuft noch bis Ende 2012.

Informationen über den Kleinprojektefonds und zum Verfahren der Antragstellung gibt es im Internet unter www.bodenseekonferenz.org/kleinprojektefonds. Interessierte wenden sich für eine ausführliche Beratung und Unterstützung an die IBK-Geschäftsstelle in Konstanz, Katja Heller, Tel. +49 (0) 7531 / 5 27 22, kleinprojekte@bodenseekonferenz.org. Das Verfahren ist gegenüber sonstigen Interreg-Projekten stark vereinfacht und für jedermann machbar.

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