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Hypo Vorarlberg ist fit für die Zukunft

Nach einem erfolgreichen Jahr 2019 stehen bei der Hypo Vorarlberg die Zeichen auf Veränderung.
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Vorstandsvorsitzender Michel Haller zieht Bilanz und verrät, wie sich das Unternehmen für die Zukunft aufstellt und welche Rolle die Digitalisierung dabei spielt.    

Über welche ‚Good News‘ haben Sie sich 2019 besonders gefreut?

Besonders erfreulich ist natürlich, dass wir das Jahr wieder erfolgreich abschließen konnten. Die Rahmenbedingungen für Banken haben sich heuer nicht wesentlich verändert: Nach wie vor bereitet uns die überbordende Regulatorik und die Negativzinspolitik Kopfzerbrechen. Und auch politisch leben wir in unsicheren Zeiten, wie wir gerade in Österreich erfahren mussten. Sich angesichts dieser Umstände als Regionalbank behaupten zu können, zeigt, dass uns unsere Kunden nach wie vor vertrauen. Es bestätigt auch unseren Kurs, auf zu risikoreiche Geschäfte zu verzichten. Stattdessen konzentrieren wir uns auf unser Kerngeschäft – die Wohnbaufinanzierung, das Firmenkundengeschäft und die Vermögensanlage.

Auch 2019 hat die Bank wieder zahlreiche Auszeichnungen erhalten.

Richtig. Unsere Vermögensverwaltung hat zum neunten Mal in Folge die Bestnote beim Elite Report erhalten. Gemessen an den erzielten Punkten sind wir in dieser Wertung die zweitbeste österreichische Bank. Und beim Österreichischen Dachfondsaward des Geldmagazins hat unser Fonds Hypo Weltportfolio Aktien zwei erste Plätze belegt. Unser Anspruch ist es ja, unseren Kunden jeden Tag exzellente Leistungen zu bieten. Wenn wir dann auf diese Weise Anerkennung erfahren, freut uns das natürlich.

Im Frühjahr verlässt Langzeit-Vorstand Johannes Hefel die Hypo Vorarlberg. Was bedeutet das für das Unternehmen und die Kunden?

Für uns ist es schade. Insbesondere im Privatkundenbereich wird uns seine Expertise fehlen. Gleichzeitig eröffnet uns dieser Abgang die Chance, ein wichtiges Zukunftsthema auch in der Vorstandsbesetzung noch stärker in den Fokus zu rücken als bisher, nämlich die Digitalisierung. Viele Branchen sind derzeit damit beschäftigt, ihr Geschäftsmodell zu überdenken. Uns Banken stellt die Digitalisierung ebenfalls vor große Herausforderungen. Dass der Aufsichtsrat per 1. Mai 2020 mit Philipp Hämmerle einen ausgewiesenen IT-Spezialisten als neuen Vorstand bestellt hat, signalisiert: Wir sind bereit, uns diesen Herausforderungen zu stellen.

Welche Ziele verfolgt die Hypo Vorarlberg bei der Digitalisierung?

Wir wollen unser Versprechen „Die beste Beratung für alle, die etwas vorhaben“ auch digital umsetzen. Dazu haben wir im Vorjahr unsere neue Online-Vermögensverwaltung MEIN ANLAGEKONZEPT an den Start gebracht. Hier erhalten Kunden im Internet einen individuellen Anlagevorschlag. Mit der App „Hypo Vorarlberg Geldbörse“ können unsere Kunden blitzschnell und einfach Geld an andere Personen überweisen. 2018 haben wir uns zudem erfolgreich an der europaweit ersten komplett digital basierten Kapitalmarktemission über Blockchain beteiligt. Allerdings ersetzt auch das beste Online-Werkzeug nicht das persönliche Gespräch mit dem Kunden. Deswegen sehen wir unsere digitalen Angebote zwar als wichtige Ergänzung, nicht aber als Ersatz für unsere klassischen Beratungsangebote – gerade für Kunden, die sich langfristig orientieren oder größere Summen investieren wollen.

Wie geht es voran mit dem geplanten Umbau der Filiale im Messepark? 

Um eine optimale Umgebung für unsere Serviceleistungen bieten zu können, müssen wir unsere Filialen laufend weiterentwickeln. Ein größeres Vorhaben ist eben der Umbau des Standorts im Messepark. Wir wollen dort eine Filiale der Zukunft entstehen lassen. Die Planungen und Vorbereitungen laufen derzeit auf Hochtouren. Läuft alles wie gewünscht, können wir bald mit der Umsetzung beginnen und die Filiale im Laufe des Jahres 2020 eröffnen.

Stichwort Nachhaltigkeit. Was hat sich in diesem Bereich getan?

Als achtsame Regionalbank nehmen wir Rücksicht auf unser Umfeld und bedenken die sozialen und ökologischen Aspekte unseres Tuns. Unsere Anstrengungen in diesem Bereich sind 2019 erneut von externer Seite gewürdigt worden. So hat die Ratingagentur ISS ESG (vormals ISS-oekom) die Hypo Vorarlberg einmal mehr mit der hervorragenden Note „C“ bewertet, womit wir weiterhin im Prime-Bereich liegen. Für unsere Fonds „Hypo Weltportfolio Aktien“ und „Hypo PF Kapitalgewinn“ sowie für weitere Fonds wurde das yourSRI Transparenzsiegel per 30. September 2019 erneuert. Das heißt aber nicht, dass wir uns mit dem Erreichten zufriedengeben. Wir werden unsere Anstrengungen im Nachhaltigkeitsbereich auch im neuen Jahr konsequent vorantreiben.

Wird es weitere Green Bonds geben?

Ja, schon bald. Im ersten Halbjahr 2020 wollen wir erstmals eine solche Emission in Schweizer Franken ausgeben. Green Bonds sind ein hervorragendes Beispiel für achtsames Wirtschaften, weil ihre Emissionserlöse für nachhaltige Projekte eingesetzt werden. Im konkreten Fall fließen die Erlöse in energieeffiziente Gebäude in der Schweiz, die über unsere Niederlassung in St. Gallen finanziert werden. 

Wo sehen Sie die großen Herausforderungen in diesem Jahr?

Neben weiteren Maßnahmen bei der Digitalisierung gehört sicher die Umsetzung des EU-Aktionsplans zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums dazu. Unsere Experten setzen sich schon seit Monaten mit dem Thema auseinander. Es gilt auch zu beobachten, was sich auf den internationalen Märkten tut. Eine weitere Herausforderung wird die Fusion unseres Hypo Versicherungsmaklers mit der exacta. So entsteht der größte Versicherungsmakler in der Region. Egal, was das neue Jahr bringt: Ich freue mich auf die Herausforderungen und bin fest davon überzeugt, dass wir in der neuen Vorstandsbesetzung gemeinsam mit unseren Mitarbeitern, Eigentümern, Kunden und Geschäftspartnern wieder Großes leisten werden.

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