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Häusle: Wirtschaftliche Situation erzwingt Stellenabbau

Lustenau - Die wirtschaftliche Situation am Standort Lustenau macht beim Abfallentsorger Häusle einen Stellenabbau notwendig. 25 Mitarbeiter seien von der Maßnahme betroffen.

Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Nach der Übernahme von Häusle durch das Konsortium „Entsorgung West“ war zunächst eine genaue Status-quo-Analyse angesagt. Die Ergebnisse veranlassten die neuen Eigentümer nun zum Handeln: 25 Mitarbeiter im Abfallwirtschaftszentrum Lustenau werden morgen, Freitag, beim Arbeitsmarktservice zur Kündigung angemeldet. Die Betroffenen wurden bereits informiert.

„Wir haben uns zu diesem Schritt entschlossen, nachdem wir in einigen Bereichen eine deutliche Überbelegung festgestellt haben“, schildert der Sprecher der Häusle-Eigentümer, Wieland Hofer. Die Häusle-Gruppe insgesamt bilanzierte zuletzt zwar positiv, der Häusle-Standort in Lustenau aber schrieb Verluste. Hofer: „Um am umkämpften Markt bestehen zu können, war dieser Schritt unabwendbar.“

Bedauerlicher Schritt

Die Entscheidung sei dem Unternehmen nicht leicht gefallen, betont Konsortiumssprecher Hofer ausdrücklich: „Wir sind bei der Übernahme davon ausgegangen, den Stellenabbau in einigen Bereichen durch eine Steigerung in anderen Geschäftsfeldern ausgleichen zu können. Die Situation hat sich nach gründlicher Analyse jedoch deutlich schlechter dargestellt als erwartet.“

Weitere Stellenstreichungen seien nicht geplant, betont Hofer: „Wir wollten keinen heimlichen, schleichenden Arbeitsplatzabbau über Monate hinweg, der die Mitarbeiter lange verunsichert hätte, sondern mit einer klaren Entscheidung die wirtschaftlichen Weichen für die Zukunft stellen.“

Betriebsrat informiert

Gespräche mit dem Häusle-Betriebsrat laufen bereits. „Durch intensive Gespräche des Betriebsrates mit den neuen Eigentümern haben wir den Eindruck gewonnen, dass eine positive Entwicklung des Unternehmens möglich ist“, sagt Betriebsratsvorsitzende Waltraud Bayer. Weitere Kündigungen seien auch aus ihrer Sicht nicht mehr zu erwarten.

Bayer macht auch die Vergabe von Entsorgungsaufträgen an ausländische Firmen für die wirtschaftliche Situation mitverantwortlich: „Auch das hat dazu geführt, dass MitarbeiterInnen bester Qualität ihren Arbeitsplatz verlieren. Die vom Abbau betroffenen Mitarbeiter haben ihre Arbeit immer korrekt erledigt und sind schuldlos in diese schlimme Situation gekommen.“

Sie hoffe, „dass die neuen Eigentümer aus Häusle das Unternehmen machen, welches es früher war. Anerkannt und erstrebenswert für die Mitarbeiter, bei der Firma zu arbeiten“, betont die Betriebsratsvorsitzende.

Die Häusle GmbH beschäftigt derzeit am Standort Lustenau 146 Mitarbeiter, in der gesamten Häusle-Unternehmensgruppe sind es 390.

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