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Hurrikan "Dennis": Verwüstungen auf Kuba

Hurrikan "Dennis" hat nach seinem Zerstörungszug über Kuba Kurs auf die amerikanische Küste genommen. Der Sturm dürfte über dem offenen Meer des Golfs von Mexiko wieder kräftig zulegen.

Hurrikan „Dennis“ hat in der Karibik vorerst mindestens 20 Menschen das Leben gekostet. Auf Jamaika waren mehrere Ortschaften von der Außenwelt abgeschnitten und sollten aus der Luft mit Lebensmitteln versorgt werden. Mindestens 500 Häuser im Osten des Landes standen unter Wasser. Etwa 3.000 Menschen suchten in Notunterkünften Zuflucht.

Bei schweren Überschwemmungen im Südwesten Chinas sind unterdessen mindestens 18 Menschen ums Leben gekommen.

“Über Land verliert ein Hurrikan den Brennstoff, den er braucht: warmes Wasser“, sagte Ed Rappaport vom Hurrikan-Zentrum in Miami (US-Bundesstaat Florida) im US-Fernsehen. „Zudem gibt es Reibungsverluste, weil das Terrain uneben ist.“ Er warnte, dass „Dennis“ vor der Ankunft an der Küste zwischen Nord-Florida und Alabama voraussichtlich am Sonntagnachmittag neue Zerstörungskräfte sammeln werde.

Die kubanische Hauptstadt Havana lag genau in der Schneise des Sturms und wurde in der Nacht von peitschendem Regen und heftigen Winden heimgesucht. Präsident Fidel Castro sagte in einer Fernsehansprache, mindestens zehn Menschen seien ums Leben gekommen. Auf Haiti waren zuvor bereits fünf Sturmopfer beklagt worden. An der Ostküste Kubas waren nach Medienberichten 85 Prozent der Stromversorgung unterbrochen, 600.000 Menschen verbrachten die Nacht in Notunterkünften.

Auf der Inselkette der Keys vor Südflorida kündigte sich „Dennis“ am Samstag bereits mit ersten Sturmausläufern an. Schwerer Regen prasselte nieder. Das Auge des Hurrikans war am Morgen noch gut 100 Kilometer entfernt, und sollte nach den Prognosen an der Westküste Floridas vorbeiziehen. Es bewegte sich mit rund 20 Kilometern in der Stunde in Richtung Nordwesten. Die Inseln waren wie ausgestorben, weil tausende Einwohner und Touristen in den vergangenen Tagen bereits nach Norden geflüchtet waren.

Vier amerikanische Bundesstaaten versetzten ihre Rettungskräfte in Alarmbereitschaft. Nach Angaben der Volkszählungsbehörde leben in dem Küstenstreifen von Louisiana, Mississippi, Alabama und Florida 9,4 Millionen Menschen. Rund eine halbe Million Menschen haben ihre Häuser bereits verlassen.

Schwere Überschwemmungen im Südwesten Chinas haben mindestens 18 Menschen das Leben gekostet. Acht Personen wurden vermisst, etwa 150.000 in Sicherheit gebracht, wie staatliche Medien am Samstag berichteten. Rund 5.400 Menschen wurden verletzt, als die Fluten fast 14.000 Häuser in der Region zerstörten. Betroffen sei vor allem die Stadt Dazhou. Ursache für die Überflutungen seien sintflutartige Regenfälle, die seit vergangenem Mittwoch andauerten.

Im Bergland von Himachal Pradesh im Norden Indiens saßen zeitweise etwa 1.000 Touristen fest, unter ihnen 200 Ausländer. Sie wurden durch Erdrutsche und Überschwemmungen – ausgelöst vom Monsunregen – von der Außenwelt abgeschnitten, hieß es am Samstag in Medienberichten.

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