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Hungerstreikender Filmemacher Senzow in Krankenstation

Senzow will von Forderungen nicht abrücken
Senzow will von Forderungen nicht abrücken ©APA (Archiv)
Der in Nordrussland inhaftierte ukrainische Filmemacher Oleg Senzow ist in seinem Hungerstreik nach Medienberichten auf die Krankenstation des Straflagers verlegt worden. "Aufgeben will er nicht, sterben will er nicht, doch von seinen Bedingungen für (das Ende) des Hungerstreiks abrücken will er auch nicht", zitierten Kiewer Medien Senzows Schwester Natalja Kaplan am Donnerstag.

Angaben zu seinem Gesundheitszustand habe sie nicht gemacht. Senzow ist im Lager Labytnangi am Polarkreis inhaftiert. Der 41-Jährige hatte vor mehr als einem Monat einen unbefristeten Hungerstreik begonnen. Er fordert die Freilassung aller in Russland einsitzenden ukrainischen politischen Gefangenen.

Am Vortag war zudem die Menschenrechtsbeauftragte des Parlaments in Kiew, Ljudmila Denissowa, ins Nachbarland gereist, um die Häftlinge zu besuchen. Internationale Bemühungen um eine Freilassung Senzows haben bisher keinen Erfolg gehabt.

Der Künstler und pro-ukrainische Aktivist stammt von der Krim. Er war nach der Annexion der Halbinsel durch Russland 2014 von einem russischen Gericht als angeblicher Terrorist zu 20 Jahren Lagerhaft verurteilt worden.

(APA/dpa)

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