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Hospiz Kunstpreis 2012 geht im Jubiläumsjahr an die Bregenzerin Maria Anwander

Maria Anwander (Mitte) erhielt den Hospiz Kunstpreis 2012 von Florian Werner und seiner Gattin Ursula.
Maria Anwander (Mitte) erhielt den Hospiz Kunstpreis 2012 von Florian Werner und seiner Gattin Ursula. ©Lisa Mathis
Hotelier und Galerist Florian Werner hat heute, Samstag, in St. Christoph am Arlberg den Hospiz Kunstpreis vergeben.

Im Rahmen der Eröffnung der Saison 2012/13, die unter dem Motto „In Transit“ steht, überreichten Ursula und Florian Werner den Preis am Abend der jungen Vorarlberger Künstlerin Maria Anwander.

Bereits zum vierten Mal verlieh die Familie Werner am Samstagabend ihren Hospiz Kunstpreis. Dieser Preis wird jeweils an einen Teilnehmer des Artist in Residence Programms der letztjährigen Saison verliehen. Dieses Jahr geht der Preis an die junge Vorarlberger Künstlerin Maria Anwander.

Bildhafte Sprache
“Maria Anwander vereint in ihrer künstlerischen Arbeit auf einmalige Art und Weise konzeptionelle und institutionskritische Ansätze und schafft es diese in eine klare, bildhafte Sprache zu übersetzen”, begründete Florian Werner die Juryentscheidung bei der Preisverleihung am Samstagabend.

Maria Anwander sucht in ihrer künstlerischen Arbeit eine stete Auseinandersetzung mit dem Betriebssystem Kunst, seinen Normierungen und Regelwerken. Auf teils sehr ironische Weise greift sie in dieses System ein, um es zu unterlaufen oder offenzulegen. So hat sie über mehrere Jahre Titelschilder aus internationalen Museen und Kunstinstitutionen gestohlen, sie zur eigenen Kunst erklärt und in einer Ausstellung gezeigt. Dem Museum of Modern Art in New York schenkte sie einen Kuss, den sie nichterlaubter Weise in einem Ausstellungsraum als Lippenstiftspur hinterlassen hat. Aneignungsprozesse wie diese und die einhergehende Frage nach der Autorenschaft eines Kunstwerks sind stetes Tableau ihrer Arbeiten.

5-Jahres-Jubiläum
Die Initiatoren Ursula und Florian Werner nutzen ihr Hotel seit nunmehr fünf Jahren auch als Ausstellungsort. Dabei ist es ihnen gelungen, die Kunst zum identitätsstiftenden Merkmal ihrer gesamten Hotelaktivitäten und das Arlberg Hospiz Hotel dadurch zu einem unverwechselbaren Ort zu machen. Anlässlich des fünfjährigen Bestehens des Kunstquartier Hospiz erscheint nun die Special Edition „In Transit“ des jährlich produzierten Kunstmagazins Parabol. „In Transit“ greift das globale Thema „unterwegs“ auf, das auf vielfältige Weise in Bezug zum Hotel, seiner Lage und den Menschen dahinter steht.

Kunstpreis
Die Jury für den Hospiz Kunstpreis besteht aus dem Team des Kunstquartiers Hospiz, einem externen Beratungsteam und einem lokalen externen Experten. Die bisherigen Preisträger waren der in Hamburg lebende Künstler Peter Nikolaus Heikenwälder (2009), die Berlinerin Anna Lehmann-Brauns (2010) sowie der österreichische Künstler Alfredo Barsuglia (2011).

Der Hospiz Kunstpreis 2012 ist mit 2.000 Euro dotiert. Darüber hinaus erhält der Gewinner des Preises eine Einzelausstellung in der Hospiz Galerie Bregenz.

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