Hohes Risiko für Fußgänger

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Jährlich verunglücken 4000 Fußgänger in Österreich – knapp 200 davon in Vorarlberg.

Heuer sind bereits 53 Fußgänger im Straßenverkehr ums Leben gekommen. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 54. Eine aktuelle Untersuchung des VCÖ (Verkehrsclub Österreich) zeigt, dass insgesamt jährlich mehr als 4000 Fußgänger im Straßenverkehr verunglücken, jeder 40. davon tödlich. In Vorarlberg verunglückten im Vorjahr 186 Fußgänger, drei Fußgänger kamen ums Leben.

Ein Toter weniger

Zwar ist die Zahl minimal gesunken, das Risiko als schwächstes Mitglied im Verkehrssystem ist jedoch immer noch groß. Hauptursachen für Fußgängerunfälle sind Unachtsamkeit und hohe Geschwindigkeiten des Kfz-Verkehrs. Bei einem Zusammenprall mit einem Pkw, der 50 km/h fährt, besteht bereits ein 40-prozentiges Risiko, dass der Unfall für den Fußgänger tödlich endet. Bei 70 km/h liegt das Risiko eines tödlichen Unfallausgangs bei 95 Prozent. Besonders gefährdet sind ältere Menschen. Mehr als die Hälfte der tödlich verunglückten Fußgänger ist älter als 65 Jahre. „Diese Entwicklung ist besorgniserregend. Für ältere Menschen ist Gehen oft die wichtigste Form der Mobilität. Mehr Maßnahmen für mehr Verkehrssicherheit sind daher dringend nötig“, betont Experte Martin Blum. Mehr verkehrsberuhigte Zonen und niedrigere Tempolimits sowie mehr Gehwege vor allem entlang von Freilandstraßen würden laut VCÖ für mehr Sicherheit sorgen. „Unser Verkehrssystem nimmt auf die Schwächsten zu wenig Rücksicht. Gerade das Gehen hat in Österreich eine hohe Bedeutung. Deshalb muss mehr für die Sicherheit getan werden“, betont der Experte.

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