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Höheres Schmerzensgeld

Österreich hatte im EU-Vergleich viele Jahre hindurch die „rote Laterne“, was die Schmerzensgeldleistungen der Versicherer an Verletzte und an deren Angehörige angeht. Schmerzensgeld

Die Alpenrepublik hat in jüngster Zeit diesbzüglich viel Boden gut gemacht. Landesdirektor Walter Kopf von der Wr. Städtischen Versicherung: „Die in Österreich bezahlten Schmerzensgeld-Tagsätze für erlittene leichte und mittlere Schmerzen liegen heute sogar im europäischen Spitzenfeld, nur jene für starke Schmerzen sind noch im unteren Bereich angesiedelt.“ Für das berüchtigte Peitschenschlagsyndrom, typisch nach Auffahrunfällen, werden im Schnitt bis zu 2000 Euro Schmerzensgeld überwiesen.

Relativ neu ist, so Kopf, dass auch Angehörige Schmerzensgeld zugesprochen bekommen, vor allem nach Erhalt von Todesnachrichten bzw. für Trauerschmerz. „Und zwar auch dann zugesprochen bekommen, ohne dass ein Arzt zuvor ausführlich psychische Beschädigungen diagnostizieren musste“, veranschaulichte Kopf den Wandel.

Es ist übrigens nicht unbedingt ein Wandel der Judikatur, schon eher einer der Versicherten-Praxis. Denn lediglich ein Prozent aller im letzten Jahr in Österreich angefallenen Abklärungen von Schmerzensgeldansprüchen wurden im Prozessweg abgewickelt.

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