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Hohenems: Fronten verhärten sich

Frauen und Oppositionspolitiker wehren sich weiterhin heftig gegen die geplante Schließung der Geburten-abteilung und Gynäkologie am LKH Hohenems. Dienstagabend wurde demonstriert.  

Dienstagabend kam es bei der Sitzung der Stadtvertretung zu einer ersten Demonstration. Dutzende Emser Mütter und Hebammen bekundeten durch ihr Erscheinen im Sitzungssaal, dass sie das Ende der beiden Abteilungen nicht widerstandslos hinnehmen werden. Auf Transparenten forderten sie die verantwortlichen Stadtpolitiker, an der Spitze Bürgermeister DI Richard Amann, auf, alles zu unternehmen, um die Schließung zu verhindern. Hebamme Susanne Haunold richtete im Sitzungssaal einen flammenden Appell an die Verantwortlichen, sich für die Erhaltung der Geburtenstation einzusetzen. Wir kämpfen weiter, auch wenn die Chancen gering sind.“

Auch die angehende Gynäkologin Dr. Susanne Hämmerle, die als Zuhörerin die Sitzung mitverfolgte, wäre von einer Schließung enttäuscht: “ Es betrifft mich persönlich, denn ich genieße hier eine ausgezeichnete Ausbildung.“ Bürgermeister Amann verteidigte die unpopuläre Maßnahme gegenüber den “ VN“ unter anderem mit der Begründung, nur durch strukturelle Veränderungen sei die Qualität des Krankenhauses auch in Zukunft gesichert. Eine von Sozialdemokraten, Emsigen, Grünen und Hebammen verfasste Resolution zur Erhaltung der Geburtenstation und Gynäkologie erhielt keine Mehrheit. Sehr zum Unmut der anwesenden Frauen, die sich bereits gestern Nachmittag vor dem Krankenhaus zu einer Demonstration versammelten.

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