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Hohenems beschließt Entwurf für neues Straßen- und Wegekonzept

©Stadt Hohenems
Bereits im April dieses Jahres beschloss die Stadtvertretung einstimmig die Absichtserklärung, gemeinsam mit dem Land und der ASFINAG das neue Verkehrskonzept für die Autobahn-Anschlussstelle Hohenems umzusetzen. 

Nun folgte der ebenfalls einstimmige Beschluss für ein neues Straßen- und Wegekonzept im Bereich des Betriebsgebiets an der A14 und die Änderung des Flächenwidmungsplans.

Somit sind die Verkehrsplanung, die Flächenwidmung und das nun vorliegende Straßen- und Wegekonzept auch auf das Straßennetz des Bundes und des Landes abgestimmt. Der Entwurf dieses neuen Konzepts wird nun aufgelegt.

Was ist geplant?

Mit neuen, modernen, ampelgeregelten Kreuzungen, einem zweispurigen Kreisverkehr samt neuen Zufahrten zu den umliegenden Betriebs- und Geschäftsgebieten, einer „intelligenten“ Ampelregelung – und einem verkehrsberuhigten neuen Fahrradweg, vorbei am Cineplexx bis zum Grenzübergang, sorgt die Stadt, gemeinsam mit dem Land und der ASFINAG, für eine Vielzahl an Maßnahmen zu einem besseren Verkehrsfluss.

Sicherheit hat oberste Priorität

„Das Thema Sicherheit stand bei all diesen Planungen an oberster Stelle, reicht der Stau derzeit ja oft noch teilweise bis auf die Hauptfahrbahnen der Autobahn zurück, was ein großes Sicherheitsrisiko darstellt. Mit unserem neuen Verkehrskonzept wird auch der Rückstau Richtung Hohenems oder Lustenau merklich zurückgehen. Die neue Verkehrsorganisation wird grundlegend ins Verkehrsnetz eingreifen und eine massive Verbesserung zur Folge haben. Durch diese Verkehrslösung schaffen wir eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten sowohl für die Stadt, das Land, die ASFINAG als auch für die ansässigen Betriebe und nicht zuletzt für die Verkehrsteilnehmer“, erklärt Bürgermeister Dieter Egger.

„Die Bereitschaft, das auf dem Tisch liegende Konzept auch umzusetzen, ist von allen Partnern nun gewährleistet, weil dadurch einfach ein besseres Abfließen des Verkehrs in alle Richtungen gewährleistet wird. Ein besonderes Anliegen war mir persönlich der neu gestaltete Radweg, der getrennt vom PKW-Verkehr eine fließende Verbindung vom Cineplexx bis zur Diepoldsauer Grenze ermöglicht“, führt Planungsstadtrat Markus Klien aus.

Mehrere Maßnahmen, die unmittelbar ineinandergreifen sind angedacht:

Zunächst wird der Kreisverkehr direkt an der Autobahn-Anschlussstelle Hohenems zweispurig ausgebaut – mit einem Durchmesser von rund 70 Metern. In diesem Zuge werden auch das Betriebsgebiet BBA14 sowie die Zufahrt zum ASFINAG-Gelände an den Kreisverkehr angeschlossen. Die Zufahrt zum Gelände des Emsparks wird etwas nach Süden verlegt. Auf dem Gelände selbst wird es bis hinüber zum McDonald’s eine eindeutigere Verkehrsregelung geben.

Kernstück „Spange“

Besonders hervorzuheben ist die geplante neue „Spange“, die sich zwischen dem derzeitigen Sutterlüty Ländlemarkt und der Inhaus GmbH südlich des Emsparks an den Autobahnkreisverkehr anschließen wird. Diese ist von der Lustenauer Straße her in beide Richtungen befahrbar. Dadurch läuft der Verkehr von und zur Autobahn nicht mehr ausschließlich über den Hornbach-Kreisverkehr. An der Lustenauer Straße selbst entsteht so ein vierarmiger Knoten, der neben der neuen „Spange“ (Einfahrt ins BBA14-Areal) auch die Zufahrt zum Cineplexx regelt sowie den Weg von Norden nach Süden und umgekehrt. Dieser Knoten erhält eine neue Ampelanlage, da sich in den letzten Jahren an dieser Stelle vermehrt Unfälle ereignet haben, die mit dieser Maßnahme deutlich zurückgehen werden.

Hornbach-Kreisverkehr

Auch der Hornbach-Kreisverkehr wird zu einem solchen Verkehrsknoten mit Ampelregelung umgebaut. Der Hornbach-Markt selbst bekommt darüber hinaus eine neue Zufahrt auf der Nordseite des Firmengeländes, wodurch der Kreisverkehr selbst entlastet wird, da hier keine direkte Zu- und Abfahrt zum Hornbach mehr möglich sein wird. Hier wird aber eine neue Zufahrt für Kunden, die von der Innenstadt her kommen, geschaffen.

Drei neue Kreuzungen mit „intelligenter“ Ampelregelung

So entstehen drei neue Kreuzungen, die alle mittels Ampeln geregelt werden. Einerseits bei der Einfahrt zum Cineplexx bzw. BBA14 (Autobahnkreisverkehr), zudem beim Hornbach-Kreisverkehr und schließlich bei der Hornbach-Zufahrt im Norden. All diese Kreuzungsbereiche sind mit einem „intelligenten“ Ampelsystem miteinander verbunden. Wenn aus irgendeiner Richtung ein Rückstau entsteht, erkennt das System diesen und reagiert darauf, weshalb der Verkehr deutlich schneller abfließen kann. Durch diese Maßnahme bleibt der Verkehr ständig im Fluss, was zur Stauvermeidung beiträgt.

Busspur und Radverbindung

Von Richtung Lustenau kommend wird außerdem eine neue Busspur angelegt, damit auch der öffentliche Personennahverkehr schneller vorankommt. Die attraktive Radwegführung vom Cineplexx bis zum Alten Rhein schafft eine bequeme, umweltfreundliche Verbindung ins Naherholungsgebiet an der Grenze zur Schweiz. Hier entsteht eine speziell für Radfahrer abgestimmte Ampel bei der neu gestalteten Cineplexx-Kreuzung, die nur noch bei der Zufahrt zum BBA14 mit dem motorisierten Verkehr in Berührung kommt. Der Radweg wird dann durch eine Unterführung unter der Autobahnabfahrt, entlang des ASFINAG-Geländes an den bestehenden Landesradweg „Alter Rhein“ sowie den ebenfalls neu gestalteten, örtlichen Radweg der Gemeinde Diepoldsau angeschlossen.

Factbox:

• Projektkosten: 16,40 Mio. Euro
• Anteil Stadt Hohenems: 2,54 Mio. Euro
• Voraussichtlicher Baubeginn: 2021
• Zweispuriger Kreisverkehr an der Autobahnhausfahrt: Ø 70 Meter
• Neue Spange zwischen Sutterlüty und Inhaus
• Neue Zufahrt der ASFINAG zur Autobahn
• Drei neue Kreuzungspunkte: Cineplexx, Hornbach-Kreisverkehr, Hornbach-Zufahrt
• „Intelligentes“ Ampelsystem
• Neue Busspur aus Richtung Lustenau kommend
• Bequeme, umweltfreundliche Radverbindung vom Cineplexx zur Schweizer Grenze

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