Hohenems bereitet sich für ein Blackout-Szenario vor!

©Projektleiter Christian Klien
Einstimmig segnete die Stadtvertretung am vergangenen Dienstag, dem 14. September 2021, das Blackout-Maßnahmenkonzept der Stadt Hohenems von Projektleiter Christian Klien ab.

Wenn es durch ein Blackout-Szenario durch Cyberangriffe, Naturkatastrophen oder ähnlichem plötzlich dunkel wird in Hohenems will die Stadt Hohenems gerüstet sein. Rund 95.000 Euro werden dafür veranschlagt.

Trinkwasserversorgung hat oberste Priorität

„Die Trinkwasserversorgung ist überlebenswichtig für die Bevölkerung und hat höchste Priorität. Deshalb werden in den Pumpwerken Berg und Schwefelberg Notstromeinspeisungen errichtet, um den Betrieb der Wasserversorgung aufrecht zu erhalten“, informiert Bürgermeister Dieter Egger.

Ähnlich verhält es sich bei der Abwasserentsorgung. Da kommt es primär auf die hygienische und umweltschützende Aufgabe an. Denn ohne funktionierende Abwasserentsorgung besteht die Gefahr von hygienischen, seuchenhygienischen und umweltbelastenden Schädigungen. Daher werden auch hier in den Pumpwerken Notstromeinspeisungen und Notstromaggregate angeschafft, um den Betrieb zu gewährleisten.

Eigene Treibstoffversorgung

„Darüber hinaus hat die Stadt mit der Firma ESW einen Umbau geplant, der es ermöglicht, die Treibstoffversorgung mit 40.000 Liter Diesel für alle Blaulichtfahrzeuge und Gemeindefahrzeuge sicherzustellen. Auch der nötige Benzinnachschub für die Notstromaggregate ist mit einem Depot von 2.000 Liter gewährleistet“, führt das Stadtoberhaupt weiter aus.

Feuerwehr-Einsatzzentrale funktioniert autonom

Das Feuerwehrhaus und seine Mitglieder stehen im Mittelpunkt einer Katastrophe, das somit zu einem autonomen Betrieb umgerüstet wird – denn hier laufen die Fäden zusammen, um im Katastrophenfall schnellst- und bestmöglich Hilfe leisten zu können.

Da auch die alltägliche Kommunikation im Blackoutfall zusammenbrechen kann (Handy, Festnetztelefone, Internet, etc.), wird eine Repeater-Funkanlage mit eigener KAT-Frequenz installiert. Dank dieser Kommunikationsform kann sich die Gemeindeeinsatzleitung mit Feuerwehr, Polizei, Meldesammelstellen, Stadtwerken etc. kommunizieren.

Meldestellen für Bürger

An verschiedenen Standorten in Hohenems werden für die Bevölkerung im Katastrophenfall Meldestellen (Informations- und Selbsthilfe-Stützpunkte) eingerichtet, die leicht zu Fuß erreicht werden können, um Hilfe und Informationen zu erhalten.

Geplant sind diese Meldestellen in den Kindergärten Hellbrunnenstraße und Reute sowie in den Volksschulen Markt, Herrenried und Schwefel.

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