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"Hohe Sicherheitsstandards sind notwendig"

(VN) Brüssel - Dass sich Länder weltweit von der Atomenergie verabschieden, ist für EU-Energiekommissar Oettinger Utopie.

Was bedeutet so ein hohes Votum einer Region – 90.000 Unterschriften gegen Atomkraft – für die Politik in Brüssel. Wie geht man damit um?

Oettinger: Das nehmen wir ernst. Wie wir generell die Willensbildung in Mitgliedstaaten ernst nehmen. Europa ist die Summe der Mitgliedstaaten. Daher gilt, was die Atomkraft betrifft: Ich bin als Europäer mit Frankreich und Österreich gleich verbunden. In Frankreich werden 76 Prozent des Stroms aus Kernkraft hergestellt, in Österreich null Prozent. Wir fördern die erneuerbaren Energien und machen bindende Vorgaben. Und Österreich ist ein Mustermitgliedstaat beim weiteren Ausbau erneuerbarer Energien, Wasserkraft etwa oder Biomasse. Und wir arbeiten an höchsten Sicherheitsstandards bei Kernkraftwerken. Damit leisten wir einen Beitrag für das Ziel, hohe Sicherheit für die europäischen Bürger zu gewährleisten.

Also werden die Sorgen der Vorarlberger in Brüssel gehört?

Oettinger: Ja, uneingeschränkt. Die der Vorarlberger, die der Österreicher, aber auch die der Dänen und der Franzosen.

In Deutschland hat die Kata­strophe von Fukushima zu einem Umdenken geführt. Wie optimistisch sind Sie, dass andere große Nationen diesem Vorbild folgen werden?

Oettinger: Das ist keine Frage des Optimismus. Ich bin Demokrat. Ich respektiere die Zuständigkeiten der Mitgliedstaaten für ihren Energiemix. Es gibt eine Fülle von europäischen Energiekompetenzen. Aber die Entscheidung für Kohle oder Gas oder Kernkraft oder erneuerbarer Energien oder dagegen ist Sache der nationalen Parlamente und ihrer Regierungen. Wir achten darauf, dass beim Betrieb, aber auch bei Planung und Bau höchsten Sicherheitsstandards genügt wird.

Glauben Sie persönlich an eine atomkraftfreie Zukunft?

Oettinger: Täglich ist vieles möglich. Aber ich gehe davon aus, dass Kernkraft in der Welt in diesem Jahrhundert bestehen bleibt und auch in Europa im Energiemix eine Rolle spielt. Deshalb sind hohe Standards so wichtig und notwendig.

Was wird in Sachen erneuer­barer Energien weiter unternommen?

Oettinger: Wir bemühen uns, die Fördersysteme der Mitgliedstaaten zu koordinieren und zu harmonisieren. Wir brauchen bessere Netze – und auch mehr Speichermöglichkeiten. Wind und Sonne haben dann eine bessere Chance, wenn man Strom speichern kann. Deswegen ist das Pumpspeicherwerk der Bruder der Solarenergie. Deswegen wird auch die Elektromobilität ein wichtiger Partner für immer mehr erneuerbarer Energien sein. (VN)

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