"Hohe Qualität weiter verbessern"

Kürzlich wurde der zweite Durchgang des Projekts "Palliative Care (Betreuungskonzept zur Verbesserung der Lebensqualität von Patienten und ihren Familien) im Pflegeheim" gestartet.

Acht Pflegeheime haben sich selbst verpflichtet (im Rahmen eines eineinhalbjährigen Projektes), ihre Heimpraxis schrittweise an den Qualitätsraster für palliative Betreuung im Pflegeheim anzunähern. „Besonders wichtig ist, die hohe Qualität der Betreuung weiter zu verbessern. Denn für viele VorarlbergerInnen ist das Pflegeheim ihr letztes Zuhause“, so der Leiter der Hospizbewegung Karl Bitschnau.

Es ist eine große Herausforderung die sensible, von Krankheit und Pflegebedürftigkeit geprägte Lebensphase positiv zu gestalten. Aber wie begegnet man dieser schweren Aufgabe? Ziel ist es, in den Heimen ein Klima menschlicher Geborgenheit zu schaffen und gleichzeitig die Sicherheit zu vermitteln, dass alles getan wird, um Belastungen zu vermindern, Schmerzen zu reduzieren und die notwendige Unterstützung zu gewähren. Dazu kommt ein würdiger Umgang mit Sterbenden im Heim.

Landesrätin Schmid betont die Wichtigkeit dieses Projektes: „Das Projekt ist ein weiterer wichtiger Meilenstein in der palliativen Versorgung in unserem Land und ein Garant für die gute Lebensqualität bis zur letzten Lebensphase.“

Mit diesen Themen setzen sich in den nächsten eineinhalb Jahren die Pflegeheime IAP Sozialzentrum Ludesch, Senioren- und Pflegeheim Nenzing , Sozialzentrum Frastanz, Sozialzentrum Satteins Jagdberg, Pflegeheim Sozialzentrum Altach, Seniorenresidenz Martinsbrunnen Dornbirn, Jesuheim Lochau, Vinzenzheim Egg intensiv auseinander.

Ziel des Projektes ist es, die Qualität der Betreuung weiter zu verbessern. Dazu gehört die konsequente Orientierung an den Bedürfnissen der BewohnerInnen und ihren Angehörigen, die Zufriedenheit der MitarbeiterInnen und eine gute Vernetzung mit externen Partnern. Zu diesem Zweck wurde von einer ExpertInnenrunde ein Qualitätsraster entwickelt, der als Zielvorgabe für die teilnehmenden Heime gilt.

Ein Pilotprojekt wurde im vergangenen Jahr erfolgreich mit der Überreichung der Zertifikate abgeschlossen. Die Modellheime aus dem Pilotprojekt berichteten über deutliche Verbesserungen in ihren Heimen und über einen neuen, entspannten Umgang mit dem Thema Sterben. Zudem wurde die Zusammenarbeit mit den betreuenden Ärzten verbessert, so dass nun eine wirkungsvollere Schmerztherapie greifen kann. Verbesserungen gab es ebenfalls in der Zusammenarbeit mit der Seelsorge.

Das Projekt Palliative Care im Pflegeheim ist eine Kooperationsprojekt von Land Vorarlberg mit Hospizbewegung Vorarlberg, IGK – ARGE Heim – und Pflegeleitungen und der Ärztekammer für Vorarlberg und wird von der Hospizbewegung Vorarlberg durchgeführt.

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