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Hohe Imagewerte für Vorarlbergs Bauern

Vier von fünf Vorarlbergern sprechen sich in einer repräsentativen Umfrage auch in Zukunft für eine angemessene Leistungsabgeltung für die Landwirte im Ländle aus.

Das hat am Donnerstag der Vorarlberger Agrar-Landesrat Erich Schwärzler (V) bei der Präsentation der Ergebnisse betont. „Die Vorarlberger Bevölkerung sagt Ja zur Leistungsabgeltung und zu überschaubaren Einheiten“, so Schwärzler.

Konkret sind es 78 Prozent der 400 Befragten, die auch künftig eine faire Leistungsabgeltung für die Einkommensverluste der Bergbauern als sehr wichtig bzw. wichtig erachten. Laut Schwärzler handelt es sich aber bei 95 Prozent der Vorarlberger Landwirte um Bergbauern. Drei von vier Vorarlbergern befürworten überdies, dass die Aufwendungen für eine artgerechte Viehhaltung in der Leistungsabgeltung entsprechend berücksichtigt werden. Für 83 Prozent ist eine Bergbauernlandwirtschaft ohne Viehhaltung wenig bzw. gar nicht vorstellbar.

Im Hinblick auf die von den Landwirten produzierten Lebensmittel legen die Konsumenten besonderen Wert auf Frische und auf ihre gesundheitsfördernde Wirkung. 90 Prozent der Befragten konstatierten, dass die Bauern hochwertige, gesunde Lebensmittel bereit stellen. Auch eine klare Kennzeichnung der Produkte nach ihrer Herkunft wird als besonders wichtig erachtet. Für 75 Prozent der Umfrage-Teilnehmer ist außerdem wesentlich, dass im Lebensmittelhandel „Ländle-Produkte“ angeboten werden.

„Der Arbeitsplatz Bauernhof hat auch in Zukunft seinen Platz“, betonte der Agrar-Landesrat in Bezugnahme auf die Umfrage-Ergebnisse. Landwirtschaft und ländlicher Raum seien untrennbar miteinander verbunden. Wenn die Bauern abwanderten, habe dies gravierende Auswirkungen. In Vorarlberg sei man in der glücklichen Situation, dass alle Regionen des Landes und auch alle Alpen bewirtschaftet seien. „Auch für den Tourismus ist entscheidend, dass wir eine gepflegte Landschaft haben“, stellte der Agrar-Landesrat fest.

Landwirtschaftskammer-Präsident Josef Moosbrugger unterstrich, dass es in den vergangenen Jahren mit der „Ländle-Marke“ gelungen sei, eine Partnerschaft zum Konsumenten aufzubauen. Bekanntheitsgrad und Image der Produkte hätten sich deutlich erhöht. „Der Konsument hat ein Interesse an der Herkunft des Produkts und ist bereit, einen entsprechenden Preis zu bezahlen“, so Moosbrugger. Die Vorarlberger Landwirtschaft könne am Weltmarkt nicht mithalten. „Unsere Chance ist der regionale Markt“, sagte der Landwirtschaftskammer-Präsident.

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