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Hörbranz stimmt für die Raststätte

Geplante Raststation am ehemaligen Autobahnzollamt
Geplante Raststation am ehemaligen Autobahnzollamt
Hörbranz - Die Umwidmung des ehemaligen Zollamtareals ist seit Mittwochabend beschlossene Sache.
Bürger mehrheitlich dafür
Universität führte Studie durch


Mit 15:12 Stimmen sprach sich die Hörbranzer Gemeindevertretung gestern Abend wie erwartet für die Umwidmung der Flächen für die Autobahnraststätte aus. Bürgermeister Karl Hehle (ÖVP, zwölf von 27 Mandaten) hatte im Vorfeld eine positive Beschlussfassung empfohlen. Die Anträge der SPÖ auf eine Volksabstimmung sowie auf die Vertagung der Abstimmung wurden mit je 12:15 Stimmen abgelehnt. Der gemeinsame Antrag von ÖVP und BZÖ – dass das Projekt Raststätte erst dann kommt, wenn der Geh- und Radweg gesichert ist – wurde mit 25:2 Stimmen angenommen. Was bislang geschah: Bereits im Herbst 1996 – mit dem Schengener Abkommen – hatte die damalige Gemeindevertretung ihr Interesse am Autobahnzollamt bzw. an einer Raststätte bekundet. Nach massiven Interventionen wurde jedoch der Raststätte in Hohenems der Zuschlag erteilt. In den darauffolgenden Jahren wurden weitere Projekte entwickelt, die jedoch nicht umgesetzt werden konnten.

Umfangreiche Prüfung

Anfang 2010 schrieb die ASFINAG dann eine Nachnutzung als Raststation aus. Grundlage der Ausschreibung war ein einstimmiger Beschluss der Gemeindevertretung aus dem Jahr 2009. Am 30. Juni 2010 erhielt die Raststation Hörbranz GmbH schließlich den Zuschlag für den Bau. Zur Umwidmung der Flächen musste eine Strategische Umweltverträglichkeitsprüfung (SUP) durchgeführt werden. Untersucht wurden Auswirkungen auf Menschen, Tiere und Pflanzen, Boden, Wasser, Luft und Klima. Erhoben wurden Lärmbelastung, Luftschadstoffe, Wasserhaushalt oder Flächenbeanspruchung. Die Umweltabteilung prüfte die Unterlagen durch unabhängige Amtssachverständige und legte Anfang November 2011 der Gemeinde ihre Empfehlung vor. Im Bericht wurden laut Leiter Reinhard Bösch keine erheblichen Umweltauswirkungen festgestellt. Zudem sei „die Situierung der Ausfahrt aus sicherheitstechnischen und verkehrsplanerischen Gesichtspunkten die Bestlösung“. Eine Ausnahme gab es allerdings: Für drei Grundstücke konnte Lärmbelästigung nicht ausgeschlossen werden. Der Projektbetreiber rund um die Rhomberg Gruppe hat nachgerüstet und „das Projekt so weit gebracht, dass aus fachlicher Sicht einer Umsetzung nichts mehr entgegensteht“, sagt Projektsprecher Joachim Nägele. Nach dem Grundsatzbeschluss sowie der Befürwortung der ersten Planauflage wurden die eingelangten Stellungnahmen geprüft. Dabei sind laut Bürgermeister Hehle „keine wesentlichen neuen Erkenntnisse“ zutage gekommen.

Land am Zug

Nun ist das Land am Zug – der Beschluss muss bestätigt werden. Mit der Umwidmung wird die Raststation Hörbranz GmbH das Gewerbe- und Bauverfahren starten. Sie geht davon aus, dass mit dem Bau noch in diesem Jahr begonnen werden kann. Bauzeit: Mindestens ein Jahr.

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