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HOCK – Fest der Kultur(en)

©Stadt Hohenems
„Sitzen heißt verweilen, Sitzen heißt zu Hause sein, Sitzen heißt sich niederlassen“ …
Hock - Fest der Kultur(en)

… diese Zitate stammen von Menschen, die Stühle bei einer Sammelaktion für den „HOCK“ spendeten und dazugehörige Geschichten erzählten. Der Stuhl stand so beim „Fest der Kulturen“ vergangenen Samstag symbolisch für das Ankommen, das „Seinen-Platz-Finden“ und das Zusammensitzen. Von den abgegebenen 76 Stühlen wurden 18 versteigert: Der Erlös von 1.000 Euro kommt dem ehrenamtlich betriebenen Deutschcafé zugute.

Das Projekt des Jüdischen Museums, der Firma Collini, der Offenen Jugendarbeit und der Stadt Hohenems feierte kulturelle Vielfalt mit verschiedensten Programmpunkten und Aktionen: Eröffnet wurde das Fest durch ein Bläserensemble der Bürgermusik und den „Kontaktchor“. Die Gruppe „Kizilca“ präsentierte traditionelle Tänze aus der Türkei. Auf einer Mitmach-Bühne der OJAH wurde unter anderem ein Gedicht spontan in sieben Sprachen vorgetragen. Ein Highlight war das Konzert von „Unter der Laterne“, ein Projekt, welches traditionelle und neue Musik aus Griechenland, der Türkei, Osteuropa, den arabischen Ländern und dem Alpenraum vereint.

Das Ankommen und Platzfinden sollte aber vor allem im Alltag gelebt werden. Deshalb hatten Jugendliche im Vorfeld in Zusammenarbeit mit dem „Vorarlberger Architektur Institut“ und dem „Architekturkollektiv Auf’strich“ Palettenmöbel gebaut, die dem Fest verliehen wurden. Nun sind diese Stadtmöbel wieder an Orte zurückgekehrt, die für junge Menschen wichtige Begegnungsorte in Hohenems darstellen. 

Ein Engel als Blickfang

Einen Tag vor dem Fest hatte bereits eine besondere Geschichte in der Innenstadt Gestalt angenommen und die Blicke der Festbesucher auf sich gezogen: Franz Sauer hatte ein Blitzschlagholz in das Atelier des Künstlers Günther Blenke gebracht, der darin einen Engel sah und eine Skulptur anfertigte, die nun für die nächsten zwei Wochen über dem Brunnen vor der Engelburg in der Marktstraße „schwebt“. Der Engel soll die Geschichte der Vergangenheit darstellen und steht gleichzeitig für den Fortschritt, angelehnt an die Thesen zum Begriff der Geschichte des Philosophen Walter Benjamins. 

 

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