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Hochwasserschutz in Haselstauden

Sam, Sarah, Lina, Amelie und Laurenz mit den Hunden "Crissy" und "Ivanhoe" genießen den sonnigen Tag im Lachenmahd.
Sam, Sarah, Lina, Amelie und Laurenz mit den Hunden "Crissy" und "Ivanhoe" genießen den sonnigen Tag im Lachenmahd. ©Gerty Lang

Nach den Hochwassern von 1999 wurde das Gewässerbetreuungskonzept “Dornbirnerach” initiiert.

Wasser. In den letzten Jahren wurden im Rahmen der Gewässerbetreuung abgestimmte Kleinmaßnahmen zur Erhöhung der Hochwassersicherheit und Gewässerökologie umgesetzt. “Auf diesem Konzept aufbauend wurde eine Gefahrenzonenplanung für den Talraum in Dornbirn in Auftrag gegeben. Diese liegt seit Herbst 2009 vor und weist auch für den Haselstauderbach bei Extremereignissen auf mehreren Abschnitten Überflutungen und somit auch großflächige gelbe Zonen, die dicht besiedelte Wohn- und Gewerbegebiete im Ausmaß von mehreren Hektar betreffen, auf,” berichtet der Abteilungsleiter für Tiefbau DI Hermann Wirth.

Der Gerbergraben entwässert das Gebiet zwischen dem Haselstauderbach und dem Fischbach. Während bei trockenem Wetter nur wenige Liter Wasser pro Sekunde abfließen, kann bei einem Stark- regenereignis der Abfluss bis auf die Höhe der Bahnunterführung Fang auf über 2700 l /sec ansteigen. Bereits kleinere Hochwasser haben deshalb zu Überflutungen geführt. Neben der Instandhaltung des Gerbergrabens hat die Stadt Dornbirn im Jahre 2000 ein Gesamtkonzept zur Verbesserung der Hochwassersicherheit am Gerbergraben in Auftrag gegeben.

Dieses umfasst einen Projektteil Hochwasserschutz und ein Gewässerleitbild zur Verbesserung der ökologischen Funktionsfähigkeit. In der Folge wurden am Oberlauf in zwei Bauabschnitten in den letzten Jahren diverse Maßnahmen umgesetzt.

Verbesserungen geplant
“Zwischenzeitlich liegt auch ein Detailprojekt für den Bauabschnitt 03 westlich der Dr.-Anton-Schneider-Straße im Bereich Lachenmahd/Fang bis zur Verrohrungsstrecke bei der Siedlung Kastenlangen vor”, so DI Wirth. “Es sind diverse Verbesserungen im Bereich von Rohreinläufen durch strömungsgünstige Umgestaltungen und Geländeerhöhungen geplant. Zentrale Projektsbestandteile sind die Errichtung einer neuen Hochwasserentlastungsleitung in der Wegparzelle GST-NR 9539, Lachenmahd, sowie die Errichtung eines Retentionsbeckens auf den noch unverbauten, stadteigenen Grundstücken oberhalb des Bahndammes.

Von dort erfolgt ein offener Ausbau und in weiterer Folge die Neuerrichtung eines Rechteckprofiles im Bereich der Unterführung Fang bis zur offenen Grabenstrecke im Bereich Kirschweg.” Vor dem Einlauf in die Verrohrung im Bereich Kastenlangen ist eine strömungstechnisch günstige Ausbildung und eine Geländeerhöhung geplant. Im zukünftig entlasteten, offenen Abschnitt des Gerbergrabens im Bereich Lachenmahd/Pestalozziweg erfolgen teilweise Räumungen, Böschungsfußsicherungen und der Einbau kleinerer Sohlrampen.

Im Wesentlichen erfolgen die Ausbaumaßnahmen im öffentlichen Gut oder auf Grundflächen der Stadt Dornbirn. Vorübergehend wird durch die Baumaßnahmen auch Privatgrund beansprucht. Örtlich erfolgen auch kleinere Maßnahmen auf Privatgrund. “Nachdem die meisten Zustimmungserklärungen der betroffenen Grundeigentümer vorliegen, findet die Wasserrechtsverhandlung am 27. Juni vor Ort statt.

Die Betroffenen werden separat geladen. Nach Vorliegen der erforderlichen Bewilligungen ist die öffentliche Ausschreibung der Baumeisterarbeiten und die Ausführung ab Herbst 2011 bis zum Frühjahr 2012 vorgesehen”, ist von Wirth zu erfahren.

Text: Gerty Lang

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