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Hochwasser-Großeinsatz: Neue Schanze nicht gefährdet

Lochau - Aktueller Stand im Kampf gegen das Unwetter: Die Wohnanlage „Neue Schanze“ ist derzeit nicht gefährdet und muss nicht evakuiert werden. Die Drainage-Arbeiten haben bereits begonnen.
Luftaufnahmen von Lochau
Neue Schanze: Drainage Arbeiten
Neue Schanze: Erste Aufräumarbeiten
Dornbirn: Straße rutscht ab!
Murenabgang auf der Fluh
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Bei der Neuen Schanze in Lochau kam es in der Nacht auf Freitag erneut zu einem Hochwassereinsatz der Feuerwehr. Der Hang bewegt sich derzeit jedoch nicht weiter. Zwei Wohnungen wurden beschädigt, doch die Bewohner konnten die Nacht über trotzdem in ihrem Eigenheim übernachten. Der Hang ist nicht weiter in Bewegung, weshalb vorerst keine Gefahr für die Menschen herrscht.

Besorgniserregend ist die überaus große Niederschlagsmenge. 79 Liter pro Quadratmeter gingen heute Nacht nieder, in Alberschwende 87 Liter. Dem Problem der abfließenden Wassermassen wollen die Einsatzkräfte vor allem mit Pumpen beikommen.

Die Drainage-Arbeiten sind bereits voll im Gange. Dieser muss von Hand gelegt werden, da in dem schwierigen Gelände keine schweren Bagger eingesetzt werden können. Zudem wird das Bundesheer heute Erkundungsflüge durchführen um die Situation besser einschätzen zu können. VOL Live war bereits mit der Libelle, dem Heli des Innenministeriums, auf einem exklusiven Erkundungsflug über Lochau dabei. Hier geht’s zum Video.

Wehren im Dauereinsatz

In der Nacht wurden die Retter laut RFL 43 Mal zu Hilfe gerufen. Die Einsätze konzentrierten sich auf die Gemeinden Lochau und Hörbranz (Bezirk Bregenz), wo die Feuerwehren seit Tagen im Großeinsatz sind. Zahlreiche Keller und Tiefgaragen wurden überschwemmt, ebenso kam es erneut zu Murenabgängen und Verklausungen. Mehrere Straßenverbindungen, darunter die Pfänderstraße und die L190 zwischen Bregenz und Lochau, wurden für den Verkehr gesperrt. Seit 7.00 Uhr früh kamen 18 neue Einsätze dazu, darunter auch sechs in den Bezirken Dornbirn und Feldkirch.

Auch die Gleisanlagen der ÖBB zwischen Bregenz und dem bayrischen Lindau waren ab 2.15 Uhr für mehrere Stunden gesperrt. Seit 6.30 Uhr laufe der Fahrbetrieb aber wieder normal, hieß es vonseiten der ÖBB.

In Mitleidenschaft gezogen wurden auch die Bregenzer Festspiele. Verdis “Aida” musste heuer erstmals von Beginn an im Festspielhaus gespielt werden, weil die starken Regenfälle eine Aufführung auf der Seebühne nicht zuließen, Die Festspiele haben laut Renner heuer eine Regen-Versicherung abgeschlossen, die “nach der dritten Absage greift”. Bereits die “Aida”-Premiere musste wegen Dauerregens abgebrochen werden.

Straße rutscht ab

In Dornbirn rutschte sogar die Fallenberggasse in der Bergparzelle Stüben nach der anhaltenden und ständigen Unterspülung ab. VOL-User Michael Hinterauer stellte freundicher Weise die Bilder zur Verfügung.

“Der Beginn der Rutschung war am 19. Juni, die Stadt Dornbirn hat rasch reagiert und den Großteil der Rutschung mit Krainer-Wändern saniert. Der Abschluss dieser Arbeiten war diese Woche. Der Straßenabschnitt, der nun rutscht, ist eine private Zufahrt zu einem Wohnhaus, die Sanierung war nach vorhergehender Sondierung des Untergrundes noch offen”, berichtet er. “Eine etwaige Gefährung besteht durch die verwendeten Bausteine, mit denen die Zufahrt errichtet wurde. Die Fallenberggasse ist derzeit noch ungehindert passierbar, wobei mit dem Beginn von weiteren Arbeiten eine Behinderung zu erwarten ist, da die Straße einspurig ist. Es besteht jedoch lediglich eine Fahrerlaubnis für Anrainer.”

Aufgrund der erneuten, heftigen Niederschläge im Leiblachtal wurden in der Nacht zum Freitag auch zahlreiche Gebäude beschädigt und Tiefgaragen und Keller überschwemmt. Weiters kam es zu mehreren Verklausungen und Murenabgängen. Hier sind Lochau und Hörbranz stark betroffen.

Zeitweise mussten zahlreiche Straßenverbindungen im Land für den gesamten Fahrzeug und Fußgängerverkehr gesperrt werden. Bis dato ist kein Personenschaden bekannt – die Schadenshöhe ist derzeit noch nicht bekannt.

Starkregen setzt Teile von Lindau unter Wasser

Die Menge des in kurzer Zeit fallenden Starkregens war so groß, dass die Kanalisation in Teilen des Stadtgebiets diese nicht mehr aufnehmen konnte. Das Wasser floß über die Straßen und drang teilweise in Keller ein.

Die Feuerwehr musste mehrere Keller auspumpen bzw. durch Sandsacksperren vor Überflutung sichern. Die Polizei war mit Verkehrsmaßnahmen an überfluteten Straßen im Einsatz.

Personen wurden dabei bislang nicht verletzt. Die Schadenshöhe ist momentan nicht abschätzbar.

 

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