Hämmerles Auftakt zur AK-Wahl

Schwarzach - Zwischen dem 26. Jänner und dem 5. Februar finden in Vorarlberg Arbeiterkammerwahlen statt. Für den amtierenden Präsidenten Hubert Hämmerle und seine ÖAAB-FCG-Fraktion ist das Wahlziel klar. Hämmerles Liste [.pdf - 1,0MB]

„Mein persönliches Wahlziel”, sagte Hämmerle gestern in Bregenz, „ist das Erreichen der absoluten Mehrheit.” Schließlich lasse sich mit einer solchen Mehrheit ein Auftrag besser umsetzen, fügte der Lustenauer an – und stellte sein Team für die Wahlen vor. Auf seiner Liste und unter dem Motto „Wir für Sie” befinden sich 113 Männer und Frauen, quer aus allen Branchen und mitunter durchaus prominent: So kandidiert auf Platz drei beispielsweise ÖVP-Bundesrat und FCG-Landesobmann Edgar Mayer.

Entlastung gefordert

Der Präsident forderte vor allem Entlastung für Vorarlbergs Arbeitnehmer. Denn die Steuerreform, sagte Hämmerle, falle mit ihrem Volumen von 2,7 Milliarden Euro zu gering aus – mache die Teuerungswelle den Beschäftigten doch schwer zu schaffen. „So schwer, dass immer mehr Menschen zwar arbeiten, aber dennoch zu wenig zum Leben haben.” Österreich brauche einen Systemumbau, brauche aber auch eine umfassendere Steuerreform: „Vor einem Jahr haben wir ein Entlastungspaket in der Höhe von rund sieben Milliarden Euro gefordert und wurden prompt kritisiert.” Die Realität habe die Kritiker mittlerweile aber eingeholt. Nebst der Entlastung müsse das Hauptaugenmerk auf der Sicherung der durch die Wirtschaftskrise gefährdeten Arbeitsplätze liegen. „Es muss uns gelingen, so viele Menschen wie möglich in Beschäftigung zu halten und damit vor dem sozialen Absturz zu bewahren.” Hämmerle lobte in diesem Zusammenhang das von Sozialpartnern und Landespolitikern präsentierte Kurzarbeits-Konzept: „Wir haben in Vorarlberg einen Schulterschluss motivierter Kräfte erzielt.” 2009 müssten aber auch Frauen stärker gefördert werden, dürfe der Erfolgsweg der Lehre nicht verlassen und müsse weiter auf den Erfolgsfaktor Bildung gesetzt werden.

Ältere Arbeitnehmer

Mayer schloss an – und brach eine Lanze für die älteren Arbeitnehmer. Auf deren Erfahrungen verzichten zu wollen, sei gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten kurzsichtig: „Unsere Wirtschaft braucht dringend den Erfahrungsschatz der Älteren zum Durchtauchen der aktuellen Krise und erst recht, wenn es wieder aufwärts geht.” Schließlich würden „in weniger als zehn Jahren in fast allen Branchen die älter gewordenen Arbeitnehmer jene Lücke schließen müssen, die durch den Geburtenrückgang am Sockel der Alterspyramide entsteht.”

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