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HIV-Infizierter vor Gericht: Wollte ein weiteres Kind

Der Mann stand erneut vor Gericht, weil seine Frau nach dem ersten Urteil wieder schwanger wurde.
Der Mann stand erneut vor Gericht, weil seine Frau nach dem ersten Urteil wieder schwanger wurde. ©VOL.AT/Hofmeister
Am Landesgericht Feldkirch musste sich am Donnerstag ein 34-jähriger Asylwerber wegen "vorsätzlicher Gemeingefährdung von Menschen durch übertragbare Krankheiten" verantworten.

Der Mann hat selbst bereits mehrere Kinder und auch seine Frau brachte einige Kinder mit in die Ehe. Dennoch wollten die beiden ein weiteres gemeinsames Kind und verkehrten miteinander. Im Jänner vergangenen Jahres stand er genau wegen dieses Verhaltens vor Gericht und wurde auch verurteilt. 960 Euro plus fünf Monate Haft auf Bewährung, lautete damals das Urteil.

Frau wurde ein weiteres Mal schwanger

Nun ist seine Frau wieder schwanger und die Staatsanwaltschaft erhob erneut Vorwürfe gegen den mehrfach Vorbestraften. Der Mann entstammt einem Kulturkreis, in dem eine reiche Kinderschar als Segen gilt. Er erzählt, dass er sich regelmäßigen Kontrollen an der Universitätsklinik in Innsbruck unterziehe und ihm dort gesagt worden sei, dass es bei seinen Werten unter gewissen Voraussetzungen ungefährlich sei, ungeschützten Geschlechtsverkehr zu haben.

Nun wurde dem Beschuldigten, der sowohl mit dem HI-Virus als auch mit Hepatitis-C infiziert ist, aufgetragen, sämtliche Arztunterlagen vorzulegen. Im Anschluss daran wird unter Umständen ein Gutachten eingeholt und die betreffenden Ärzte werden eventuell befragt. Bis dahin wurde der Prozess vertagt.

 

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