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Hittisauer Zentrumsgestaltung nimmt Form an

Viele Hittisauer Bürgerinnen und Bürger ließen sich bei der Informationsveranstaltung die Projekte von Fachleuten erklären.
Viele Hittisauer Bürgerinnen und Bürger ließen sich bei der Informationsveranstaltung die Projekte von Fachleuten erklären. ©ME
Erste Umsetzungsphase der Zentrumsentwicklung mit dem DENK.MAL sowie dem EIN.BLICK.
Zentrumsgestaltung Hittisau

Hittisau. Mit einer Informationsveranstaltung läutete die Gemeinde Hittisau die erste Umsetzungsphase der Zentrumsentwicklung ein. Viele interessierte Bürgerinnen und Bürger nützten die Gelegenheit sich aus erster Hand über die neuen Projekte zu informieren. Entstehen wird demnächst östlich der Kirche das DENK.MAL, eine ruhige parkähnliche Anlage mit einer Gedenktafel für Kriegs- und insbesondere Euthanasie-Opfer. Im Übergangsbereich vom Dorfkern zur umgebenden Landschaft wird das Informationsfenster EIN.BLICK des Naturparks Nagelfluhkette errichtet. Der Neugestaltung dieser ersten Räume und Bauwerke im Dorfzentrum gingen intensive Planungen unter Einbindung der Hittisauer Bevölkerung sowie verschiedener Interessengruppen voraus.

Sensibel und herausfordernd

„Die wesentlichen Themen der vorgesehenen, ersten Realisierungsphase unserer Zentrumsentwicklung sind sehr sensibel und herausfordernd. Eine Vielzahl von Menschen hat sich eingebracht, um dem Projekt die würdige Qualität zu verleihen. Ich denke, dass das Ergebnis ein sehr stimmiges ist. Deshalb freue ich mich bereits auf das neu gestaltete DENK.MAL, das uns immer wieder daran erinnern soll, dass über 70 Jahre Frieden nicht selbstverständlich sind“, sagt Bürgermeister Gerhard Beer. Im Umfeld der Gedenkstätte entsteht auch eine gartenartige Anlage, welche zum Verweilen einlädt, aber auch für regelmäßige Bespielungen genutzt werden kann. Die Gesamtlänge des DENK.MAL beträgt 42 Meter, die Höhe Richtung Platzseite ein Meter. Als Material wurde sandgestrahlter Beton mit eingegossenen glatt geschalten Betonquadern gewählt

Neue Form des Erinnerns

Das DENK.MAL ermöglicht künftig eine neue Form des Erinnerns in Hittisau. „Durch die veränderte Form der Darstellung wird beim Opfer-Begriff nicht mehr zwischen gefallenen Soldaten und Todesfällen aufgrund von Euthanasie unterschieden. Aus historischer Sicht entspricht dieser Weg absolut der Aktualität. Weg von der Heldenverehrung hin zum Gedenken an alle Opfer der nationalsozialistischen Terrorherrschaft“, sagt Thomas Schwärzler, der den sensiblen Prozess als Absolvent der Studienfächer Geschichte und Anglistik fachlich begleitet hat. So werden zusätzlich zu Kriegsopfern erstmals die Namen der Hittisauer Euthanasieopfer Maria Neyer, Franz Xaver Metzler, Dominika Feuerstein und Armin Höfle auf Gedenktafeln sichtbar sein.

Informationsfenster

Als zweites Projekt wird das Informationsfenster EIN.BLICK des Naturparks Nagelfluhkette umgesetzt. „Wir rücken damit die Nagelfluhkette in einen wunderschönen Bilderrahmen, der eine hohe architektonische Qualität aufweist“, betont Bürgermeister Gerhard Beer. Der neue Informations-Pavillon des Naturparks Nagelfluhkette hat eine Grundfläche von 8,5 m Länge und 4,5, Meter Breite sowie eine Höhe von 3,8 m. Die gestaltete Umgebungsfläche beim EIN.BLICK beträgt rund 280 m². Sandgestrahlter und glatt geschalter Beton ist das Material aus dem das Informationsfenster gebaut wird.

Breite Planungsbeteiligung

In der von Brigitte Nenning geleiteten Arbeitsgruppe zur Zentrumsentwicklung wurde viele Jahre über die Platzgestaltung rund um die Gedenkstätte bei der Pfarrkirche diskutiert. Weitere Mitglieder der Arbeitsgruppe Zentrumsentwicklung sind Ida Bals, Dominik Bartenstein, Gerhard Beer, Manfred Felder, Christoph Feurstein, Norbert Fink, Brigitte Nenning, Dieter Nußbaumer, Dietmar Nußbaumer und Klaus Schwarz. Der Prozess wurde von Peter Swozilek begleitet. In Exkursionen wurden sehenswerte Dorfkerne besichtigt sowie unter Beteiligung von Bürgern über fünf Themenbereiche zur Zentrumsentwicklung nachgedacht: Dorfplatzgestaltung, Denkmal, Belebung & Infrastruktur, Verkehr sowie Parken. Auf dieser Grundlage hat die Gemeinde im Jahr 2015 die Ausarbeitung des Architekturwettbewerbs „Außenraumgestaltung Dorfzentrum Hittisau“ ausgelobt und ein Jahr später das Büro Dipl.-Ing. Peter Muxel als Sieger des Wettbewerbs mit der Planung beauftragt. ME

 

 

 

 

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