Hisbollah-Chef kündigt andauernde Proteste an

Der Chef der schiitischen Hisbollah im Libanon, Hassan Nasrallah, hat angesichts des Mohammed-Schmähvideos "Die Unschuld der Muslime" anhaltende Proteste gegen den Westen gefordert. Nasrallah zeigte sich am Montag bei einer Massenkundgebung gegen den in den USA produzierten Film in Beirut. Die Proteste seien "der Anfang einer ernstzunehmenden Mobilisierung" in der islamischen Welt.


Das erklärte Nasrallah vor Hunderttausenden jubelnder Anhänger im überwiegend schiitischen Süden der libanesischen Hauptstadt. “Die ganze Welt muss die Wut in euren Gesichtern, euren Fäusten und euren Schreien sehen”, sagte er. Den Film bezeichnete er am Sonntag als “den schlimmsten jemals gestarteten Angriff auf den Islam”. Bei der Kundgebung am Montag rief er “alle unsere Völker und unsere Regierungen” dazu auf, die Weltgemeinschaft zu gesetzlichen Vorgaben gegen Gotteslästerung zu drängen.

Nasrallah hatte sich seit dem einmonatigen Sommerkrieg 2006 kaum noch in der Öffentlichkeit gezeigt. Die Hisbollah hatte die 34-tägige israelische Libanon-Offensive mit der Gefangennahme von zwei israelischen Soldaten provoziert und 4000 Raketen auf Nordisrael abgefeuert. Aus dem Konflikt mit mehr als 1200 libanesischen und 160 israelischen Toten ging sie politisch gestärkt hervor. Nach Einschätzung des israelischen Militärgeheimdienstes sind die Kapazitäten der Hisbollah inzwischen wesentlich stärker als vor der israelischen Offensive 2006.

Der iranische Revolutionsführer Ayatollah Ali Khamenei forderte unterdessen, dass die “USA und einige europäische Länder praktisch und nicht nur in Worten” beweisen müssten, dass sie in keiner Weise eine Rolle bei der Produktion des Anti-Islam-Films gespielt haben. Die westlichen Mächte seien durch anti-islamische Haltungen beeinflusst und würden nichts zur Verhinderung der Beleidigung des Islam tun, erklärte Khamenei am Montag nach Angaben des staatlichen Senders Press TV.

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