Hirschkäfer – eine rare Besonderheit von Hohenems

Der Hirschkäfer
Der Hirschkäfer ©Stadt Hohenems
Hohenems ist noch eine der wenigen Gemeinden im Land, die regelmäßig Hirschkäferfunde nachweisen können. Aber auch hier ist der Verlust spürbar, da neben vielen natürlichen Feinden auch die Lebensräume für den Hirschkäfer stark abnehmen bzw. spezielle Insektizide verwendet werden.

Aus diesem Grund wurden von der Umwelt- und Forstabteilung der Stadt Hohenems, zum Schutz der bedrohten und nach FFH-Richtlinie geschützten Tiere, in den vergangenen zwei Jahren künstlich angelegte Hirschkäferwiegen (Ersatz natürlich vorkommender Entwicklungsstätten) an unterschiedlichen – von den Tieren bevorzugten – Standorten angelegt. Von Ende Mai bis Mitte Juli lassen sie sich mit ein bisschen Glück wunderbar während ihres „Hochzeitsfluges“ beobachten, wie auch einige erfreuliche Sichtungsmeldungen bestätigen. 

Warum das Ganze?

Hirschkäfer sind die imposantesten und größten einheimischen Käfer unseres Landes – ein wahrer Gigant mit einer Größe von bis zu 12 Zentimetern. Die durch die FFH-Richtlinie europaweit streng geschützten Tiere brauchen für ihre Entwicklung zum flugfähigen „Imago“ fünf Jahre. Das eingebaute Holz der Hirschkäferwiege sollte nach zwei Jahren so verrottet sein, dass die Weibchen hier ihre Eier ablegen und das verrottete Holz den Larven als Nahrung dient, sodass die lange Entwicklungsdauer ein erfolgreiches Ende in einem ungestörten Lebensraum findet.

Wichtiger Hinweis

Da es sich um eine geschützte Art nach der FFH-Richtlinie handelt, dürfen die Tiere sowohl lebendig als auch tot nicht aus der Natur entfernt werden. Sichtungen können Sie gerne der „inatura Erlebnis Naturschau GmbH“ melden oder auch im Umweltreferat unter Tel. 05576/7101-1422 bzw. E-Mail umwelt@hohenems.at.

 

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