Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Berlin bekräftigte sein Geständnis im Hypo-Prozess

Tilo Berlin einer der Hauptangeklagten
Tilo Berlin einer der Hauptangeklagten ©APA
Der ehemalige Hypo-Vorstandschef Tilo Berlin hat am Mittwoch im Prozess um die Fairness Opinion der Vienna Capital Partners (VCP) sein Geständnis vom Vormittag bei der Befragung durch Staatsanwalt Andreas Höbl noch bekräftigt. Er habe die Hypo International und allenfalls den Konzern um die Summe von 3,8 Mio. Euro geschädigt, betonte er auf die Frage, welcher Handlungen er sich schuldig bekenne.

Die Hypo hatte die für den Verkauf ihrer Mehrheitsanteile an die Bayerische Landesbank notwendige Fairness Opinion, die von VCP erstellt worden war, selbst bezahlt. Die Staatsanwaltschaft sieht darin Untreue und Betrug. Neben Berlin sind auch der Ex-Hypo-Vorstand Josef Kircher und VCP-Chef Heinrich Pecina angeklagt.

Berlin, der jahrelang jede Schuld zurückgewiesen hatte, sagte nun: "Ich habe unterschrieben, dass das Geld bezahlt wird und zugelassen, dass die Summe auf drei Rechnungen aufgeteilt wurde." Er habe auch in Kauf genommen, dass etwas in einer Tochtergesellschaft im Konzern "hängenbleibt". Auf die Frage, ob diesen Rechnungen, die mit erfundenen Projektnamen versehen waren, eine Leistung zugrunde gelegen wäre, antwortete er: "Diesen Rechnungen lag keine Leistung zugrunde." Er habe die Zahlung der Hypo International an eine der Tochtergesellschaften gesehen und assoziiert, dass es sich dabei um den Liquiditätszuschuss handle, den er später abgezeichnet habe.

Er habe den Vorgang dann an Josef Kircher weitergegeben und sich dann ausgeklinkt. Er habe ihm berichtet, dass es eine Einigung mit VCP gebe. Die Fairness Opinion sei über drei Rechnungen zu bezahlen. Die Namen der Projekte seien im Nachhinein erfunden worden. Er habe das Projekt "Klammer" abgezeichnet und auch die Freigabe gegeben zur Zahlung an die Hypo Liechtenstein. Auf die Frage von Richterin Michaela Sanin, ob er gewusst habe, dass es für die VCP war, antwortete Berlin: "Ja."

Während die Verteidigung einer Verlesung aller bisherigen Zeugenaussagen aus dem ersten Rechtsgang zustimmte, bestand Staatsanwalt Höbl darauf, dass einige Zeugen noch einmal gehört werden müssten. Die Verhandlung wurde schließlich auf kommenden Montag vertagt. Dann könnte es ein Urteil geben.

(APA)

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Wirtschaft
  • Berlin bekräftigte sein Geständnis im Hypo-Prozess
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen