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"Hilfspakete gehen immer auf Kosten der Zukunft"

Kurt Fischer war bei "Vorarlberg Live" zu Gast und sprach über die aktuelle Situation in Lustenau.
Kurt Fischer war bei "Vorarlberg Live" zu Gast und sprach über die aktuelle Situation in Lustenau. ©VOL.AT
Der Lustenauer Bürgermeister Kurt Fischer hat am Montag bei "Vorarlberg Live" warum seine Gemeinde aktuell finanziell besser aufgestellt ist, als andere, was er von den Pandemie-Maßnahmen der Regierung hält und wie er in Lustenau die Krise erlebt.

Lustenau sei aus einer wirtschaftlich und finanziell sehr starken Position in die aktuelle Krise geraten, so der Lustenauer Bürgermeister Kurt Fischer. Nichtsdestotrotz seien auch die Auswirkungen auf Lustenau dramatisch, gerade bei den Einnahmeausfällen. In einem Schulterschluss aller Parteien habe die Gemeinde beschlossen einige Projekte zurückzustellen, und sich damit gewisse finanzielle Freiräume geschaffen. Deshalb könne sich der Voranschlag für 2021 durchaus sehen lassen. Die Sorge in der Gemeinde gilt dem Zeitraum darüber hinaus.

Man sei aktuell um jedes Hilfspaket froh, das vom Bund geschnürt wird. Die Wirtschaft muss mit allen Menschen die dort arbeiten und unternehmerisch tätig sind, den grundlegenden Beitrag leisten, dass wir aus dieser Krise wieder herauskommen, sagt Kurt Fischer.

Als Wirtschaftsstandort müsse man, um den Weg aus der Krise zu finden, in Zukunft besonders attraktiv sein, Betriebe anziehen und Arbeitsplätze schaffen. Die Aufgabe der Gemeinden sei es dabei Betriebsflächen zu entwickeln und den Betrieben Raum für Wachstum zu ermöglichen, so Fischer.

Corona in Lustenau

Besonders belastend sei für ihn vor allem der November gewesen, meint Fischer im Gespräch mit VOL.AT-Chefreporter Pascal Pletsch, als Lustenau extrem hohe Zahlen in Bezug auf CoV-Neuinfektionen, aktiven Fällen und Inzidenzen hatte. Er kenne persönlich einige Fälle von Familien die vom Coronavirus getroffen wurden, auch mit verstorbenen Angehörigen. Das Virus könne jeden treffen, ist sich Fischer sicher.

Bei aller Diskussion um Wirtschaft und Corona-Maßnahmen sei es unumgänglich alles zu tun die Inzidenzzahlen nach unten zu bringen,ist Fischer überzeugt. Vor allem angesichts der jüngst gemeldeten Virus-Mutation seien alle Ankündigungen von Lockerung und Normalität derzeit fehl am Platz.

Die Regierung sei in Zukunft gut beraten, in Kommunikation und Organisation mehr auf die kommunale Ebene zu setzen. Die Gemeinden seien, vor allem in Vorarlberg, hervorragend aufgestellt was das Krisenmanagement betreffe, so der Lustenauer Bürgermeister. Speziell die Organisation der Massentests habe das bewiesen.

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(VOL.AT)

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