Heutige SPÖ-Sitzung wird mit Spannung erwartet

Es wird spannend: Heute kommt die SPÖ zur Sitzung des erweiterten Landesparteivorstands zusammen.
Es wird spannend: Heute kommt die SPÖ zur Sitzung des erweiterten Landesparteivorstands zusammen. ©VOL.AT/Hofmeister, Paulitsch, Stiplovsek
Heute um 19.15 Uhr tritt die Vorarlberger SPÖ zur Sitzung des erweiterten Landesparteivorstands zusammen. Einen neuen Vorsitzenden zu finden sei dabei das Hauptziel.
Wirbel um Abhöraffäre bei SPÖ
Weiter Querelen in Vorarlberger SPÖ
Ritsch legt alle Landes-Funktionen zurück

Der Bludenzer Mario Leiter, der für den Landesparteitag am 16. Oktober als Gegenkandidat zu Klubobmann Thomas Hopfner als Parteichef im Gespräch war, hat vergangene Woche gegenüber "Vorarlberg LIVE" erklärt, er werde nicht kandidieren.

Auch Frauenvorsitzende Michelle Feigl, die kurzzeitig im Gespräch war, winkte in einer Aussendung ab und betonte, dass die Frauenorganisation keine Wahlempfehlung abgegeben habe. Der bisher einziger Kandidat ist demnach Thomas Hopfner, der in der Partei allerdings umstritten ist. Christian Vögel, Feldkircher Bezirksobmann, forderte am Samstag wiederum den Rücktritt von Hopfner. Und auch der frühere Landesgeschäftsführer Reinhold Einwallner, der derzeit im Nationalrat sitzt, hat unter den gegebenen Umständen kein Interesse. 

Landesparteivorsitzender Martin Staudinger hatte zuvor ohne Abstimmung mit den Parteigremien Klubobmann Thomas Hopfner als "logischen Nachfolger" befürwortet.

Endgültige Eskalation nach "Abhör-Affäre"

Bei SPÖ-Landesgeschäftsführer Klaus Gasser jedenfalls laufen seit Tagen die Telefone heiß. "Die Sozialdemokratie in Vorarlberg hat schon ganz anderes überstanden. Aber ich hoffe, dass wir bald wieder über Inhalte sprechen. Das muss das Ziel sein", so Gasser am Freitag zur APA.

Endgültig eskalierte die angespannte Situation innerhalb der Partei, als sich dazu noch eine "Abhör-Affäre" gesellte. Demnach soll ein telefonischer Streit Hopfners mit dem Bregenzer Bürgermeister Ritsch ohne dessen Wissen von einer weiteren Person aufgezeichnet oder mitgefilmt worden sein, möglicherweise auch weitergeleitet.

Ritsch will von der angeblichen Affäre erst vor wenigen Tagen durch die Staatsanwaltschaft Feldkirch erfahren haben. Diese prüft die Anzeige, die sich offenbar auf das Aufnehmen und Vorführen von Telefongesprächen bezieht.

Der Bregenzer Bürgermeister Michael Ritsch (SPÖ) hat am Donnerstag, nach wochenlangen Streitigkeiten um die Besetzung des künftigen Landesparteivorsitzenden seine Funktionen in der Vorarlberger SPÖ zurückgelegt. Als Geschädigter ziehe er nun einen Schlussstrich, so Ritsch. 

Am heutigen Montagabend wird eben ein neuer Versuch unternommen, die Wogen in der Vorarlberger SPÖ zu glätten.

Video: Mario Leiter über die Zukunft der SPÖ

(VOL.AT/APA)

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