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Heute wird Donald Trump offiziell Präsident! Sein großer Tag im Livestream

Donald Trump wird heute seinen Amtseid ablegen.
Donald Trump wird heute seinen Amtseid ablegen. ©AP
Washington - Der Tag ist gekommen: Donald Trump wird der 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Hunderttausende werden sich schon in der Früh in der Hauptstadt Washington einfinden, um seinem Ablegen des Amtseides um kurz vor 12.00 Uhr mittags (18.00 MEZ) beizuwohnen. Ebenfalls Hunderttausende Menschen wollen dagegen demonstrieren.

Der Tag der Amtseinführung ist bis ins Detail durchgeplant. Der Livestream überträgt das volle Programm aus Washington inklusive der Ablegung des Amtseids von Donald Trump am späteren Nachmittag.

Trumps Tag im Überblick

08.30 Uhr (14.30 Uhr MEZ): Donald Trump, sein Vize Mike Pence und ihre Familien besuchen einen Gottesdienst in der St. John’s Episcopal Church nahe dem Weißen Haus.

09.30 Uhr (15.30 Uhr): Barack Obama und seine Frau Michelle empfangen Trump und die künftige First Lady Melania im Weißen Haus. Am Kapitol beginnen unterdessen die Feierlichkeiten mit Musik. Die Nachwuchssängerin Jackie Evancho singt die Nationalhymne.

10.30 Uhr (16.30 Uhr): Obama begleitet Trump zum Kapitol.

11.14 Uhr: (17.14 Uhr): Trump nimmt seinen Platz ein.

11.20 Uhr (17.20 Uhr): Vertreter mehrerer Religionsgemeinschaften sprechen Gebete.

11.35 Uhr (17.35 Uhr): Der Richter Clarence Thomas schwört den Vize Mike Pence ins Amt ein.

11.47 Uhr (17.47 Uhr): Trump legt auf den Stufen des Kapitols den Amtseid ab.

11.51 Uhr (17.51 Uhr): Trump hält seine Rede.

13.08 Uhr (19.08 Uhr): Trump isst im Kapitol zu Mittag.

14.45 Uhr (20.45 Uhr): Die Parade zum Weißen Haus beginnt. Eine Gruppe von Demonstranten hat angekündigt, den Zug zu stören. Ihre Proteste sind nicht genehmigt. Trumps Wagenkolonne wird den Zug anführen, anschließend sieht sich der Präsident den Rest der Parade von einer speziell konstruierten Zuschauertribüne vor dem Weißen Haus an.

19.00 bis 23.00 Uhr (01.00 bis 05.00 Uhr (MEZ)): Trump und seine Frau Melania nehmen an drei Bällen teil: Liberty Ball, Freedom Ball (beide im Washington Convention Center), Military Ball (National Building Museum)

“Wir werden Amerika groß machen”

Der Tag ist gekommen: Donald Trump wird der 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Hunderttausende werden sich schon in der Früh in der Hauptstadt Washington einfinden, um seinem Ablegen des Amtseides um kurz vor 12.00 Uhr mittags (18.00 MEZ) beizuwohnen. Ebenfalls Hunderttausende Menschen wollen dagegen demonstrieren.

Trump kündigte am Vorabend an, als Präsident die vielfältig gespaltenen USA zusammenbringen zu wollen. “Wir werden Amerika für alle Amerikaner groß machen, für jedermann”, sagte der 70-jährige Immobilienmilliardär am Donnerstagabend (Ortszeit) zum Abschluss eines Konzerts vor dem Lincoln-Memorial.

Es habe eine Bewegung angefangen, wie es sie auf der Welt noch nicht gegeben habe, sagte Trump vor Tausenden begeisterten Anhängern. Man wolle nun echten Wandel im Land. “Diese Reise hat vor 18 Monaten begonnen”, erklärte der Republikaner. “Ich bin nur der Botschafter. Ich liebe Euch.”

Mauer, Arbeitsplätze, Handel, Militär

Auch am Vorabend der Amtsübernahme nahm Trump stark Bezug auf die Ankündigungen aus seinem Wahlkampf. Er wiederholte Slogans zu Arbeitsplätzen, der Mauer nach Mexiko, zu den Themen Handel und Militär. “Ich verspreche, dass ich hart arbeiten werde”, sagte er.

Am Nachmittag hatte Trump einen Kranz auf dem Soldatenfriedhof in Arlington niedergelegt. Vizepräsident Mike Pence war an seiner Seite. Begleitet wurde Trump auch von seiner Familie. Nach einem Empfang verbrachte Trump die Nacht im Blair House, dem offiziellen Gästehaus des US-Präsidenten gegenüber dem Weißen Haus.

Obamas empfangen Trump

Trump beginnt den offiziellen Teil des Tages am Freitag mit einem Gottesdienst, danach empfangen Barack und Michelle Obama das Ehepaar Trump im Weißen Haus. Am Kapitol beginnen währenddessen die Feierlichkeiten, zu denen insgesamt zwischen 700.000 und 900.000 Menschen erwartet werden.

Trump wird den Amtseid vor dem Obersten Verfassungsrichter der USA ablegen, John Roberts. Er wird auf zwei Bibeln schwören: auf seine eigene und – wie Obama – auf die des früheren US-Präsidenten Abraham Lincoln. Eine Parade führt Trump dann vom Kapitol zum Weißen Haus. Der offizielle Teil des Tages endet für den neuen Präsidenten mit dem Besuch dreier Bälle.

Nachdem Trump mit seiner Familie am Donnerstag bei dem Konzert eingetroffen war, sang er bei einem patriotischen Lied lautstark und fröhlich mit. In der Menge vor dem Memorial gab es viele begeisterte Anhänger, die von weither angereist waren. “Wie so viele hier bin ich stolz, Amerikaner zu sein und das Land wieder groß zu machen”, rief ein Trump-Fan.

Stars demonstrierten gegen Trump

Der Schauspieler Jon Voight hatte zuvor in einer kurzen Ansprache vor dem Lincoln-Memorial mit schweren Anschuldigungen an Trump-Gegner irritiert. Ihnen und den Medien warf er ein Sperrfeuer der Propaganda vor – aber Gott habe alle Gebete der Trump-Anhänger erhört.

Es gab aber auch bereits am Donnerstag Proteste gegen Trump. In New York demonstrierten Tausende Menschen gemeinsam mit Stars wie Alec Baldwin und Robert De Niro. “Trump ist ein schlechtes Beispiel für dieses Land, für diese Stadt”, sagte Schauspieler De Niro von einer Bühne zu den Demonstranten. Auch die Schauspieler Mark Ruffalo und Julianne Moore, der Regisseur Michael Moore und der Bürgermeister der Millionenmetropole, Bill de Blasio, waren unter den Demonstranten.

Auch in der schwer gesicherten Hauptstadt Washington sind für Freitag mehrere Demonstrationen geplant, unter anderem zur Gleichheit von Schwarzen und Weißen und zu den Rechten von Homosexuellen. Den Höhepunkt der Proteste wird es aber am Samstag geben. Dann werden zu einer Demonstration 200.000 Menschen erwartet.

Weltweite Protestaktionen

Weltweit kam es zu Protestaktionen. An der Tower Bridge in London hing ein Banner mit der Aufschrift “Baue Brücken nicht Mauern” in Anspielung auf Trumps Forderung nach einer Mauer an der Grenze zu Mexiko. In London und weiteren britischen Städten waren am Freitag Anti-Trump-Proteste geplant.

Vor der US-Botschaft in der philippinischen Hauptstadt Manila versammelten sich hunderte linksgerichtete Demonstranten zu einer Protestkundgebung. Rund 300 Teilnehmer forderten am Freitag auf Spruchbändern, Trump müsse von den Millionen philippinischer Einwanderer “die Finger lassen”.

In Hongkong kettete sich ein knapp 40-jähriger Mann, der “Snufkin” als seinen Namen nannte, an das Gitter vor dem US-Konsulat. Trump stehe für “alles Schlechte auf der Welt”, sagte der Mann, bevor die Polizei die Ketten um seinen Hals und seinen Oberkörper entfernte und ihn festnahm – er wolle auf der richtigen Seite der Geschichte stehen.

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker will eng mit US-Präsident Donald Trump zusammenarbeiten. “Es gilt Klimawandel wie Migration gemeinsam anzupacken, Terrorismus mit vereinten Kräften zu bekämpfen sowie die Globalisierung und ihre sozialen Folgen gemeinsam zu meistern”, sagte der Luxemburger dem “Spiegel”. Nach Einschätzung des Kommissionschefs wird die Europäische Union allerdings etwas Geduld brauchen. Juncker erwartet, “dass es einige Monate dauern wird, bis der neue amerikanische Präsident die Fülle europäischer Feinheiten entdeckt haben wird”.

Der Immobilienunternehmer Trump war im Sommer 2015 in den Wahlkampf eingestiegen. Als Lachnummer gestartet, dominierte er trotz Dauerkritik Debatten und Vorwahlen und wurde schließlich im Sommer 2016 Kandidat. Gegen alle Erwartungen setzte Trump sich bei der Wahl am 8. November gegen die Demokratin Hillary Clinton durch.

Trump hat noch nie ein politisches Amt bekleidet. Seine Anhänger versprechen sich von ihm neue Jobs, eine Rückbesinnung auf Amerika und eine radikale Abkehr von der Agenda Barack Obamas. Gegner und Kritiker fürchten Trumps Naturell, Haltung und Einstellungen.

(APA/dpa)

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