Herz-OP live in Wien: Das bringt die "Lange Nacht der Forschung"

Im Mai findet unter anderem in Wien die "Lange Nacht der Forschung" statt.
Im Mai findet unter anderem in Wien die "Lange Nacht der Forschung" statt. ©APA/HELMUT FOHRINGER (Symbolbild)
Am 20. Mai geht die "Lange Nacht der Forschung" in Österreich über die Bühne gehen. Vor allem Wien und Oberösterreich dürfen sich auf ein großes Angebot freuen.

Ein Comeback im Präsenzformat wird die "Lange Nacht der Forschung" (LNF22) am 20. Mai hinlegen. Nach dem Corona-bedingten Ausweichen ins Internet im Oktober 2020 wird das bisherige Herzstück der alle zwei Jahre stattfindenden, laut Veranstaltern größten Veranstaltung zur Wissenschaftsvermittlung Österreichs - der persönliche Kontakt mit der Welt der Wissenschaft - wieder möglich. Nun ist das Programm für die rund 250 Standorte einzusehen. Insgesamt sollen es 280 werden.

"Lange Nacht der Forschung" geht in 10. Auflage

Als Planungswerkzeug für die zehnte LNF-Ausgabe fungiert die Website langenachtderforschung.at. Aufgelistet werden dort bald um die 2.500 Programmpunkte, die alle bei freiem Eintritt aufgesucht werden können. Diese reichen von Mitmachstationen über Vorträge, Führungen, Experimente bis hin zu Workshops. Nachdem für die LNF20 rund 150 Ausstellerorganisationen um die 620 virtuelle Stationen eingerichtet hatten, ist der Online-Teil diesmal auf ein Zehntel zusammengeschrumpft. In einen Teil der aktuell 62 auf der Homepage aufgelisteten Online-Stationen können Interessenten dafür bereits jetzt hineinklicken.

Getragen wird die Veranstaltung vom Wissenschafts-, dem Klimaschutz- und dem Wirtschaftsministerium. Um die Programmkoordination in den Regionen kümmern sich die Bundesländer. Federführend in die Projektkoordination eingebunden ist auch der Rat für Forschung und Technologieentwicklung (RFTE). Für Ratsmitglied Helga Nowotny können Einsichten darin, wie die Wissenschaft funktioniert, auch jene Kluft verringern, "die zwischen Wissenschaft und Teilen der Gesellschaft während der Pandemie sichtbar wurde", so die ehemalige Präsidentin des Europäischen Forschungsrats (ERC) am Dienstag in einer Aussendung.

"Lange Nacht der Forschung" auch in Wien

Mit an Bord sind Forschungseinrichtungen aller Art, Hochschulen sowie Unternehmen. Besonders üppig ist das Angebot in Oberösterreich und in der Bundeshauptstadt. Hier bespielt etwa das Wissenschaftsministerium unter dem Motto "Forschung im Zentrum" den Maria-Theresien-Platz und in der Aula der Wissenschaften in der Wiener Inneren Stadt. Unweit davon baut auch die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) an ihrem neuen Campus in der Postgasse zahlreiche Stationen auf.

Das Zusammenspiel von Forschung und Innovation will das Wirtschaftsministerium am Heldenplatz in den Mittelpunkt stellen. "Gemeinsam für eine grünere Zukunft" heißt es in Hauptbahnhof-Nähe am Standort des Klimaschutzministeriums.

"Medizinische Forschungsmeile" an MedUni Wien

Eine "Medizinische Forschungsmeile" wird zusätzlich an der Medizinischen Universität Wien eingerichtet. Dort können beispielsweise zwei Operationen an Herz und Hirn live mitverfolgt werden. Dieses Angebot gibt es übrigens auch an der Universität Linz. In Oberösterreich auch stark vertreten sind die dort ansässigen technologieaffinen Unternehmen. Tirol kann mit einem Programm vom traditionsreichen Hochschulstandort Innsbruck bis hinein nach Osttirol aufwarten. Rund um die steirischen Uni- oder FH-Standorte und Tech-Firmen kann man aus einem Angebot von über 200 Stationen wählen.

In Niederösterreich erhalten Besucher etwa am Institute of Science and Technology Austria (ISTA) in Klosterneuburg Einblicke in die Grundlagenforschung. Im Land Salzburg öffnet von der Universität Mozarteum über die Uni Salzburg bis zur HTL Saalfelden ein bunter Strauß an Einrichtungen seine Pforten. Freiluftstationen, Experimente und Blicke in Labors bieten zum Beispiel die Biologische Station Neusiedler See und der Nationalpark Neusiedler See in Illmitz im Burgenland. In Bodensee-Nähe konzentriert sich das LNF22-Geschehen vor allem in Dornbirn. In Kärnten werden der Campus des Lakeside Science & Technology Park und die Universität Klagenfurt knapp 100 Stationen beheimaten.

(APA/Red)

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