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Herren-Chef Puelacher hat für WM-Team die Qual der Wahl

ÖSV-Herren-Rennsportleiter Puelacher bastelt am WM-Team
ÖSV-Herren-Rennsportleiter Puelacher bastelt am WM-Team ©APA
Die Techniker unter den Ski-Herren haben ihre Aufgaben vor der WM bereits erledigt, ÖSV-Herren-Rennsportleiter Andreas Puelacher darf sich schon den Kopf bezüglich WM-Aufstellungen zerbrechen. Als Erstes muss aber mit seinem Pendant bei den Damen, Christian Mitter, die Quote ausgefeilscht werden. 24 Athleten dürfen nominiert werden, maximal 14 pro Geschlecht. Österreich hat keinen zusätzlichen Startplatz, da Slalom-Weltmeister Marcel Hirscher seine Karriere beendet hat.

Bei WM-Nominierungen ist nicht die Ausgeglichenheit unter den Geschlechtern primär entscheidend, sondern schlichtweg die Leistung und Erfolgschance. Eine Quote von 12:12 kann sich Puelacher nicht vorstellen. "Damit bin ich nicht einverstanden. Wir haben das schon ein bisserl durchgespielt, ich brauche sicher mehr Plätze, damit wir bei der WM aus dem Vollen schöpfen können. Und vor allem haben wir Leute, die unter die zehn, unter die fünf fahren und Podestfahrer sind."

Bei den Damen haben es im laufenden Weltcup-Winter bisher nur Katharina Liensberger und Tamara Tippler auf das Podest geschafft, Sieg wurde noch keiner eingefahren. Bei den Herren schafften u.a. als Sieger Marco Schwarz, Vincent Kriechmayr, Matthias Mayer und Manuel Feller sowie Otmar Striedinger und Christian Walder den Sprung auf das Stockerl.

Nach dem Slalom-Doppelpack in Chamonix weiß Puelacher nun zumindest, dass er im Torlauf die Qual der Wahl haben wird, denn neben dem Disziplinführenden Schwarz, Feller und Michael Matt wird das vierte Ticket an Adrian Pertl oder Fabio Gstrein gehen.

"Ich habe lieber fünf und muss einen rausnehmen, als ich muss einen suchen. Wir haben fünf gute Läufer, die alle Top-5-Ergebnisse haben. Das macht Spaß." Er hoffe, dass die Athleten die Form konservieren werden. "Wir haben eine gute, kompakte Mannschaft. Wir sind in Form, wir sind Medaillen-Mitfavoriten. Ich wäre froh, wenn wir eine Medaille holen."

Es ist davon auszugehen, dass sich im ÖSV-Aufgebot Pertl und Gstrein befinden werden, die ja auch beide für den Parallelbewerb ein Thema sind. Damit könnte auch die Entscheidung, wer den Slalom am Schlusstag fahren darf, kurzfristig fallen. "Die Burschen fahren gut Ski. Für den, der nicht dabei ist, wird es eine harte Entscheidung, aber so ist der Sport", sagte Puelacher. Für alle hofft er, dass es anders als in Chamonix faire Pistenverhältnisse geben wird.

Henrik Kristoffersen ließ sich am Sonntag von der weichen Piste mit den vielen Spuren nicht aus der Ruhe bringen, der Norweger kurvte als Halbzeitführender zu seinem zweiten Slalom-Saisonsieg. Von den weiteren Spitzenfahrern nach dem ersten Durchgang machte es Schwarz am besten, der Kärntner rutschte nur um drei Plätze auf Endrang sechs ab. Damit war aber die Kugelentscheidung vertagt.

Er geht mit 146 Punkten Vorsprung auf den Schweizer Ramon Zenhäusern in die letzten beiden Weltcup-Torläufe der Saison, kann also bereits in Kranjska Gora nahe der Kärntner Grenze das Kristall einheimsen. "Heute hat ihm leider die Piste einen Strich durch die Rechnung gemacht, sonst hätte er den Sack zugemacht", ist sich Puelacher sicher. Da müsse jetzt schon etwas "ganz Wildes" passieren, damit sich der Teamkollege das noch nehmen lasse, meinte Feller.

Jetzt gilt die Konzentration aber der WM und den Vorbereitungen darauf. Denn Schwarz plant einige Starts in Cortina d'Ampezzo. "Mein Skifahren passt, ich bin voll motiviert und freue mich richtig drauf. Ich werde zwei, drei Tage Speedtraining machen, ich will die Kombi fahren, Riesentorlauf und Slalom und eventuell das Parallelrennen. Ich muss von Tag zu Tag schauen." 2019 in Aare gewann der mittlerweile 25-Jährige drei Medaillen, Kombi-Bronze, Slalom-Bronze und Team-Silber, zudem war er im Riesentorlauf Fünfter.

(APA)

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