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Heroisch-pathetisches Osterkonzert des Symphonieorchesters Vorarlberg

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Schwarzenberg - Das Symphonieorchester Vorarlberg (SOV) hat den Abonnenten heuer ein imposantes Osterkonzert beschert. Chefdirigent Gerard Korsten, der das SOV seit 2005 leitet, hat mit einem heroisch-pathetischen Programm triumphiert.

Werke von Beethoven und Richard Strauss wurden am Ostersonntagabend in Schwarzenberg im Bregenzerwald mit großer Zustimmung des Publikums aufgeführt. Das Abo-Konzert wird am heutigen Ostermontag im Festspielhaus Bregenz und am morgigen Dienstag im Montforthaus Feldkirch wiederholt.

Im Konzert für Klavier und Orchester Nr. 5 Es-Dur op. 73 von Ludwig van Beethoven überzeugte Florian Uhlig (35) als Solist am Steinway-Flügel. Kraftvoll und feinfühlig, präzise, aber nie mechanistisch oder glattpoliert, zupackend ebenso wie nachdenklich, einmal vordergründig, dann im innigen Dialog mit dem Orchester – all das setzte der aus Deutschland stammende und in London lebende Pianist mühelos um, ohne auftrumpfend zu wirken. Als Tribut an seine Wahlheimat bedankte sich Uhlig als Zugabe mit den Beethoven-Variationen der Hymne “Rule Britannia”.

Nach der Pause erbrachte das groß besetzte Symphonieorchester Vorarlberg mit der monumentalen Tondichtung “Ein Heldenleben” von Richard Strauss einen erneuten Nachweis seiner hohen Leistungsdichte. Das SOV brillierte in den Hörnern, im Blech insgesamt und in allen Registern – voran Konzertmeister Hans-Peter Hofmann mit einem makellosen Violinsolo. Das Strauss’sche “Heldenleben” wurde in der Interpretation von Korsten gewissermaßen zum pastosen Kolossal-Tongemälde, in dem durchaus auch idyllische Phasen und feingeknüpfte Blütenteppiche Platz haben. Das Abo-Publikum im Schubertiade erprobten Angelika Kauffmann-Saal in Schwarzenberg bedankte sich für das musikalische Ostergeschenk mit Jubel und langem Beifall.

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