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Sturm "Eta" bringt Florida Hochwasser und Stromausfälle

"Eta" hinterließ auf Honduras Spur der Verwüstung
"Eta" hinterließ auf Honduras Spur der Verwüstung ©APA (AFP)
Nach seinem verheerenden Durchzug über Mittelamerika und Kuba hat Tropensturm "Eta" im Süden des US-Bundesstaates Florida für Überschwemmungen gesorgt. In der Metropolregion um Miami setzte er am Montag Stadtteile unter Wasser und entwurzelte Bäume, wie der Nachrichtensender NBC berichtete. Mehr als 11.000 Haushalte waren dem Bericht zufolge zeitweise ohne Strom. Berichte über Verletzte oder Tote in Florida gibt es laut NBC zunächst nicht.

Der Sturm bewegte sich nach Angaben des US-Hurrikanzentrums langsam südwestwärts. Im Laufe der Woche werde sich "Eta" um den Golf von Mexiko bewegen und könnte dann am späten Freitag oder frühen Samstag an der nördlichen Golfküste Floridas erneut auf Land treffen, meldete NBC.

Die Gesamtzahl der bestätigten Todesfälle in sechs Ländern Mittelamerikas sowie Mexiko erhöhte sich indes auf mehr als 150 - die Mehrheit davon in Honduras und Guatemala. Diese Ziffern dürften noch deutlich steigen: Im guatemaltekischen Dorf Quejá, das von einem Erdrutsch verschüttet worden war, brach die Armee den Rettungseinsatz am Dienstag ab, wie ein Sprecher der Gemeinde San Cristobal Verapaz auf Nachfrage mitteilte. Rund 100 Leichen würden dort vermutet. Die Suche nach ihnen konnte den Angaben zufolge wegen der Gefahr weiterer Erdrutsche zunächst nicht weitergehen.

In der diesjährigen Hurrikan-Saison im Atlantik, die von Juni bis November dauert, haben sich so viele starke Stürme gebildet, dass die 21 dafür vorgesehenen Namen längst aufgebraucht sind. Die Meteorologen griffen deshalb auf das griechische Alphabet zurück, was zuletzt 2005 nötig war. Die zunehmende Intensität tropischer Wirbelstürme, die für ihre Entstehung warmes Wasser brauchen, ist Experten zufolge eine Folge des Klimawandels.

Auf der griechischen Mittelmeerinsel Kreta verursachte unterdessen ein Herbststurm schwere Regenfälle. Betroffen war nach Berichten örtlicher Medien vor allem die beliebte Urlaubsregion im Osten von Iraklion. Dort verwandelten sich Bäche in reißende Ströme, und Geröll erreichte die Sandstrände. Auch Autos wurden von den Fluten mitgerissen. Meteorologen warnten, dass die schweren Regenfälle bis Mittwoch dauern werden.

(APA/dpa)

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