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Helmut Kramer erhält ersten Föderalismus-Preis

Bregenz - Der Wirtschaftswissenschafter Helmut Kramer hat am Donnerstag in Vorarlberg den erstmals vergebenen Föderalismus-Preis des Innsbrucker Instituts für Föderalismus erhalten.

Vorarlbergs Landeshauptmann Herbert Sausgruber (V) überreichte dem Preisträger die mit 3.000 Euro dotierte Auszeichnung in der Bregenzer Landesbibliothek. Den Anerkennungspreis bekam ein oberösterreichisches Projekt zum Austausch von Geodaten, informierte das Institut für Föderalismus am Donnerstag in einer Aussendung.

Der Föderalismus-Preis wurde heuer erstmals ausgelobt und gemeinsam mit den „Vorarlberger Nachrichten“ ausgeschrieben. Die Auszeichnung soll bemerkenswerte Initiativen zur Förderung und Sicherung des Föderalismus in Österreich bekannt machen und prämieren. Insgesamt seien mehr als ein Dutzend Projekte eingereicht worden.

Preisträger Kramer habe sich in seiner Tätigkeit als Wissenschaftler und Berater besonders den für die Praxis wichtigen Fragen des optimalen Staatsaufbaus gewidmet, hieß es. Für Kramer sei der Föderalismus nicht eine kostspielige Angelegenheit, deren Kosten durch Zentralisierung gesenkt werden müssten, so die Fachjury. „Kramer geht vielmehr davon aus, dass ein dem Subsidiaritätsprinzip entsprechender Staatsaufbau von vornherein kostengünstiger sein muss, weil jede Ebene nach diesem Modell jene Aufgaben erledigt, die sie auch tatsächlich besser als die übergeordnete Ebene erfüllen kann“, begründete die Jury. Kramer betone in seiner Arbeit die ökonomischen Vorteile, die sich aus dem Wettbewerb der Gebietskörperschaften ergeben.

Der mit 2.000 Euro dotierte Anerkennungspreis ging an das Projekt „Aufbau einer gemeinsamen Geodatenbasis von Land und Gemeinden in Oberösterreich“ bzw. an das Geodatenportal der österreichischen Länder „Geoland.at“. Beide Projekte verfolgten das Ziel, wichtige geografische Daten zwischen Land und Gemeinden bzw. zwischen den Ländern auszutauschen.

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