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Heizen: 170 Euro gespart

Schwarzach - Während Tourismusbranche und Sportartikelhandel über den mildesten Winter seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1870 jammern, dürfen sich Vorarlbergs Haushalte freuen.

500 Liter weniger Öl Eine Vergleichsrechnung des Vorarlberger Energieinstituts im Auftrag der „VN“ zeigt: Die Ölheizung eines durchschnittlichen Einfamilienhauses im Rheintal verbrauchte diesen Winter über 500 Liter weniger Heizöl als noch vor einem Jahr. Das entspricht von Oktober bis Ende Februar preisbereinigt einer Ersparnis von 170 Euro. „Bislang war der Winter um 23 Prozent milder als der langjährige Durchschnitt“, schildert Martin Reis vom Energieinstitut.

Vorarlbergs Gemeinden und das Land gehören durch den schneearmen Winter ebenfalls zu den großen Gewinnern. Sie ersparen sich durch den Entfall der Straßenräumung sowie der Salz- und Splittstreuung gigantische Summen. Beispielsweise kostet ein Räumungstag in Dornbirn bis zu 36.000 Euro.

Wer vom „Winter“ profitiert

Zu den größten Gewinnern des milden Winters gehören das Land und die Gemeinden. Bis auf wenige Tage ersparten sie sich nicht nur die Schneeräumung, sondern auch die Salz- und Splittstreuung. Immerhin kostet ein Schneeräumungstag in Dornbirn bis zu 36.000 Euro, in Bregenz bis zu 20.000 Euro. Genaue Zahlen liegen noch nicht vor.

Laut LR Manfred Rein konnte sich das Land heuer Streusalz um 460.000 Euro einsparen, bei den Winterdiensten gibt es zusätzlich 40 Prozent Einsparung. Einziger Wermutstropfen für Rein: „Was wir uns bei der Schneeräumung erspart haben ist weniger, als der Steuerentfall durch den Rückgang im Fremdenverkehr.“ Positiv war der milde Winter für die Bauwirtschaft. „Die Auslastung war sehr gut“, so Thomas Peter von der Bauinnung.

Konnte der Handel im Weihnachtsgeschäft zulegen, lief der Verkauf der Winterware dann schlecht. „Dafür“ – so Jürgen Gassner von Hervis in Dornbirn – „gab es Zuwächse bei Nordic-Walking-Ausrüstung, Laufschuhen und Fahrrädern.“

DIE GEWINNER UND VERLIERER

Hallenbäder, der Wellness- und Kosmetikbereich, Massagen u. ä. konnten ebenso zulegen wie Angebote in Kuschel- und Genießerhotels. Trotz vieler Schönwettertage im Februar verzeichnete etwa das Val Blu in Bludenz zuletzt erfolgreiche Monate mit bis zu 1400 Besuchern an Spitzentagen. Offenbar hat der mangelnde Schnee auch das Fernweh geweckt. Heimische Reisebüros berichten von einem Buchungsplus gegenüber 2006 von rund fünf Prozent, etwa auf die Kanaren.

Große Ausfälle im Tourismus

Der Tourismus in Vorarlberg verzeichnet von November bis Jänner ein Minus von 4,8 Prozent bei den Nächtigungen. Dieses ist regional unterschiedlich. Nur das Montafon wird etwa die Zahlen des Vorjahres erreichen. Größte Verlierer sind die Wintersportorte in niedrigen Lagen und Privatzimmervermieter. Ein beachtliches Minus werden auch die Seilbahnen einfahren. In höheren Lagen Totalausfälle Lagen und lagen Prozent in 35 beträgt gibt tiefen , Prozent in es Mittel . sogar es 15.

Milder Winter spart Heizkosten

Die Ölheizung eines Einfamilienhauses in Dornbirn (2500 Liter Öl pro Heizperiode) hat aufgrund des milden Winters bisher nur 1557 Liter verbrannt. Das sind 509 Liter weniger als im Vorjahr – 170 Euro weniger. „Bis April könnte aber die Einsparung noch auf 130 Euro schrumpfen“, so Martin Reis vom Energieinstitut. Grund: Der Winterausklang 2006 war nicht wirklich kalt und die Heizölkosten 2005 mit durchschnittlich 0,61 Euro pro Liter doch deutlich geringer als im Jahr 2006 mit 0,7 Euro pro Liter.

Der Handel sitzt auf vollen Lagern

Im Schnitt um 15 Prozent ging die Nachfrage nach Wintersportgeräten und -bekleidung zurück. Die Folgen werden noch lange spürbar sein. Da der Handel auf vollen Lagern sitzt, wird dieses Minus im heurigen Jahr durch geringere Orderungen auf die Industrie durchschlagen. Die Skiindustrie, die zu den Hauptbetroffenen gehört, reagiert darauf bereits mit „Kapazitätsanpassungen anheben die Rabatte arbeit bau d. h Kauflust . und Personalab . Auch konnten . Kurz nicht – – Õ

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