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Head-Rennchef Salzgeber: Kritik an seinem Zugpferd Lara Gut-Behrami

Head-Rennchef Rainer Salzgeber übte nun harte Kritik an der Schweizer Skirennfahrerin.
Head-Rennchef Rainer Salzgeber übte nun harte Kritik an der Schweizer Skirennfahrerin. ©AFP
Die Schweizer Skifahrerin Lara Gut-Behrami fällt in ihren Leistungen immer weiter zurück. Head-Rennchef Rainer Salzgeber kritisiert nun die Einstellung der 28-Jährigen.
Lara Gut in Dornbirn
Skistar Lara Gut
Skiass Lara Gut zu Besuch in Dornbirn

Seit ihrem Kreuzbandriss vor zwei Jahren lässt die Leistung von Lara Gut-Behrami stark zu wünschen übrig. Von 48 Rennen, an denen die Schweizerin teilnahm, konnte die frühere Seriensiegerin lediglich eines für sich entscheiden. Nun kritisierte der Vorarlberger Head-Rennchef Rainer Salzgeber via Blick die Einstellung der 28-Jährigen.

Harte Kritik

Head-Rennchef Rainer Salzgeber sieht das Problem vor allem in der Einstellung der 28-Jährigen. Der Vorarlberger bemängelt, dass Gut-Behrami alles zu locker genommen habe: “Der Riesenslalom ist die Kerndisziplin. Im letzten Sommer und Herbst hatte Lara aber nicht den richtigen Fokus.”

Ein großes Problem sah Salzgeber zum Beispiel in Gut-Behramis Umfang und Prüfung von Material: “Ski, Bindungen, Platten, Schuhe. Die Entwicklung geht immer weiter, ist komplex. Wenn man aber neue Modelle gar nicht probiert oder nach einem Lauf sagt, sie würden nichts taugen, ist man auf dem falschen Weg.”

“Sport ist nicht mehr meine einzige Priorität”

Was sagt Gut-Behrami selbst zu ihrem Leistungsabfall? “Der Sport ist nicht mehr meine einzige Priorität”, gab sie unlängst unverblümt zu Protokoll.

Ihre Einstellung zum Sport und Leben hatte Folgen: Die 28-Jährige konnte im vergangenen Winter den enormen Rückstand, den sie durch die laschen Vorbereitungen erhielt, nicht einholen. Sechs Riesenslaloms schloss die Schweizerin nur als Vierzehnte ab. “Lara dachte: ‘Wir kriegen das schon hin.’ Das ist der falsche Ansatz”, mahnt der 52-jährige Salzgeber.

Guts Strategie für die kommende Saison

Trotz der eher oben genannten eher demotivierten Aussage erklärt Lara Gut-Behrami, dass sie im Rennzirkus auch fortan “wieder am Start sein will”. Ihre Freude am Sport hat die Schweizerin also zum Glück für ihre Fans noch nicht verloren.

Doch wie will die Skifahrerin die nächste Saison erfolgreicher angehen? Zunächst einmal trennte sich Gut-Behrami von Teilen ihres privaten Teams abseits von Swiss Ski: Sowohl ihr Fitness-Coach Patrick Flaction als auch ihre Medienbetreuerin Giulia Candiago sind nun nicht mehr an der Seite der Ski-Allrounderin. Außerdem wird die Schweizerin pflichtbewusst an den beiden Trainingslagern in Südamerika teilnehmen (in den Bereichen “Technik” und “Speed”).

Was zunächst vielleicht nach einer Annäherung an den Schweizer Skiverband “Swiss Ski” aussehen mag, ist aber bei genauerem Hinsehen das Gegenteil: Die Schweizerin zählt weiterhin auf ihr Privatteam. Vom Verband möchte sie durch ihren geschickten Schachzug Privilegien erwirken (derzeit in Verhandlung). Frauen-Chef Beat Tschuor versicherte gegenüber “Blick”: “Wir werden eine Lösung finden.”

Nach dem Beispiel Hirschers handeln

Ein Lichtblick: Gut-Behrami zeigt sich ihrer Fehler einsichtig  und scheint gewillt, diese nicht erneut zu machen. Ein Beispiel: Mit dem Riesenslalom-Training will die 28-Jährige heuer schon so früh wie möglich beginnen. Der neu gewonnene Eifer der Schweizerin beeindruckt auch ihren Boss Salzgeber. Dennoch sieht der Vorarlberger ein grundsätzliches Problem im Trainings-Staff der Schweizerin: Seiner Meinung nach braucht Gut-Behrami neben ihrem Vater noch einen zweiten Trainer. Einer, der ihr offen seine Meinung sagt und Kritik übt.

Eine ähnliche Team-Aufstellung hätte auch Österreichs Supertar Marcel Hirscher, der neben seinem Vater Ferdinand auch andere Trainer eingestellt hat. Salzgeber: “Bei Hirscher ist es Mike Pircher. Er hat eine gewisse Distanz zu Marcel. Und sagt offen seine Meinung – direkt oder via Ferdl, seinem Vater. Ich könnte mir vorstellen, dass sowas auch bei Lara super funktionieren würde. Denn etwas ist klar: Sie ist eine Ausnahmeathletin”, überschüttet der Vorarlberger trotz aller Kritik seinen Schützling zum Schluss noch mit großem Lob.

(Red.)

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