Head bringt neue Tennisbälle

Mit drei neuen Produktinnovationen will sich der Sportartikelhersteller Head vom heimischen Tennismarkt künftig ein größeres Stück abschneiden.

Mit den Innovationen soll auch das „Sommerloch“ von 7 Prozent in der wertmäßigen Auftragsentwicklung im ersten Halbjahr 2005 wieder wettgemacht werden, sagte der Geschäftsführer von Head Österreich, Bob Koch, am Dienstag bei einem Pressegespräch in Wien.

Punkten will der an der Wiener und New Yorker Börse notierte niederländische Sportartikelhersteller Head vor allem mit der neuen Tennisball-Linie „HEAD“, deren Österreich-Premiere Ende Juli beim Generali Open in Kitzbühel stattfindet. Die bisherige Ball-Marke Penn soll künftig hauptsächlich in den USA vermarktet werden, so Koch.

Die neuen Tennisbälle zeichnen sich vor allem durch eine um ein Drittel gesteigerte Haltbarkeit aus, hieß es. Die Filzqualität sei den europäischen Verhältnissen angepasst worden, weil hier der Tennissand witterungsbedingt aggressiver sei als in den USA und sich die Bälle bisher deutlich schneller abgenutzt haben.

Während der Marktanteil von Penn in den USA bei mehr als 50 Prozent liegt, erreicht Penn in Europa nur 25 Prozent. Vor allem in den zentraleuropäischen Ländern Österreich, Deutschland und Schweiz sei man „unterrepräsentiert“, erläuterte Koch den Grund für die Entwicklung des neuen Tennisballs, den es auch als spezielle Kinder-Variante gibt.

Weltweit werden 21 Mio. Dutzend Tennisbälle pro Jahr im Wert von 230 Mio. Dollar verkauft – 7 Mio. Dutzend davon der Marke Penn, die Head 1999 übernommen hat. Mit dem neuen Head-Ball will der Sportartikelhersteller nun seinen Marktanteil von derzeit 30 auf 35 Prozent ausbauen. In Österreich werden insgesamt 180.000 Dutzend Tennisbälle verkauft. Der 11prozentige Marktanteil von Penn in Österreich soll durch den neuen Ball auf 15 Prozent steigen, so Koch.

Zweite Innovation im Tennisbereich ist ein speziell für Frauen entwickeltes Racket, das leicht und perfekt ausbalanciert ist und einen konischen Griff hat, der gut in eine Frauenhand passt, beschreibt Tom Gruber, Spartenleiter Tennis bei Head Österreich, die „weiblichen“ Attribute der neuen Tennisschlägerserie „Airflow“. Mitgearbeitet bei der Entwicklung des neuen Rackets hat Tennislegende Steffi Graf, die nun auch als Testimonial für den „Airflow“ fungiert.

Der Marktanteil von Head-Tennisrackets in Österreich lag im ersten Quartal 2006 bei 45,8 Prozent im Wert und bei 43,2 Prozent in der Menge, nach 36,3 Prozent bzw. 34,3 Prozent im ersten Quartal 2005. Diese erfolgreiche Entwicklung bei den Schlägern soll nun auf die Bälle übertragen werden, so Koch, wenngleich das zweite Quartal heuer wegen des schlechten Wetters und nicht zuletzt wegen der Fußball-WM nicht so gut gelaufen sei.

Das daraus resultierende Minus in der österreichischen Auftragsentwicklung im Sommersport im ersten Halbjahr 2006 von 7 Prozent im Wert – mengenmäßig gab es ein Plus von 4 Prozent – sei auf den weiteren Rückgang der Durchschnittspreise bei Rackets zurückzuführen, erläuterte Koch.

Im Wintersport setze die gute Auftragslage im ersten Halbjahr 2006 den Aufwärtstrend des abgelaufenen Geschäftsjahres weiter fort, zeigte sich Koch zufrieden. Die Bookings für die Wintersaison liegen international bis zur Jahresmitte mengenmäßig um 5 und wertmäßig um 9 Prozent über dem Vorjahr, in Österreich mengenmäßig um 10 und wertmäßig um 16 Prozent über 2006. Koch rechnet daher für 2006 weiterhin mit einem Rekordergebnis und geht davon aus, 70.000 Paar Skischuhe und 80.000 Paar Ski zu verkaufen.

Insgesamt sei der Wintersport in Österreich trotz der guten Schneelage in der abgelaufenen Saison nicht gewachsen, so Koch. Die Auftragseingänge seien nur schleppend gelaufen, der Markt sei nach wie vor von einem harten Verdrängungswettbewerb gekennzeichnet. Rückgänge bei den Verkäufen würden hauptsächlich durch den Ski-Verleih kompensiert.

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