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"Hausgemachte Fehler in Lustenau"

Lustenau - Egger kündigt Neupositionierung der Lustenauer FP an, nennt aber keine Namen – und kritisiert Fischer.
Keine Blauen am Blauen Platz
Die FPÖ Lustenau liegt am Boden – von den Blauen ist nichts mehr zu sehen.

Egger: Die Wahrheit liegt in der Mitte. Es ist nicht so, als wären unsere Mandatare nicht mehr vorhanden. Aber natürlich war die Wahlniederlage schmerzhaft, vor allem der Verlust des Bürgermeistersessels. Das bedeutet für die Fraktion jetzt eine Neuorientierung, eine Neupositionierung. Klar ist: Die Lustenauer FPÖ muss ihr politisches Profil schärfen. Und eine personelle Neuerung ist genauso notwendig.

 
Man hat neben Bürgermeister Hans-Dieter Grabher jahrelang keinen Nachfolger aufgebaut. Das rächt sich nun, oder?

Egger: Klar. Das waren hausgemachteFehler in Lustenau, indem man einfach zu spät oder eigentlich gar nicht die Nachfolge von Grabher vorbereitet hat. Damit hat man die Türe für Kurt Fischer natürlich weit geöffnet und ihm diesen Wahlerfolg ermöglicht. Das ist schade, weil Grabher und die Lustenauer FPÖ gute Arbeit geleistet und viel bewegt haben.

 
Haben Sie sich über Grabhers Unvermögen, einen Nachfolger aufzubauen, geärgert?

Egger: Ich halte nichts von Schuldzuweisungen. Unser Blick ist nach vorne gerichtet, das Ziel ist ein Wiedererstarken der FPÖ in Lustenau.

 
Haben Sie als Landesparteichef nicht auch Fehler gemacht?

Egger: Nochmals: Ich halte nichts von Schuldzuweisungen. Wir gewinnen Wahlen gemeinsam und wir verlieren Wahlen gemeinsam.

 
Nun hat Ortsparteichef Ernst Hagen in den VN angekündigt, dass er 2012 den Parteivorsitz übergeben wird. An wen denn?

Egger: Wie ich schon im VN-Sommerinterview gesagt habe, werden wir in den nächsten Monaten eine neue Führung in Lustenau präsentieren. Wir gehen sorgfältig, seriös und behutsam vor. Mir ist wichtig, dass es keine schnelle, sondern eine nachhaltig wirkende Lösung gibt.

 
Das ist jetzt aber eine nette Umschreibung dafür, dass die Lustenauer FPÖ noch immer niemanden hat, der die Spitze übernehmen könnte.

Egger: Das stimmt nicht. Die Namen sind vorhanden, werden aber erst dann präsentiert, wenn alles sorgfältig vorbereitet ist. Es gilt das Motto ‚Qualität vor Tempo‘.

 
Das war jetzt eine mögliche Antwort. Die bessere Antwort wäre gewesen, konkrete Namen zu nennen.

Egger: Damit würden wir kurzfristig Schlagzeilen erzeugen, aber das Fundament für eine gute politische Arbeit vernichten. Es geht nicht nur um eine Führungsposition, sondern um eine grundlegende Neuausrichtung.

 
Wie auch immer. Will die Lustenauer FPÖ bereits bei der Gemeindewahl 2015 den Bürgermeister zurückerobern?

Egger: Wie schnell das vor sich gehen kann, wird sich erst weisen. Aber man muss auf jeden Fall die Schwächen von Kurt Fischer stärker aufzeigen. Der ist zwar ein netter Kerl, trifft aber keine Entscheidungen. Er hat bis dato für Lustenau noch nichts bewegen können. In der Frage der Verkehrsentlastung etwa dreht er sich stets wie die Fahne im Wind.

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