AA

Hauptthemen des ÖAAB-Vorarlberg

Schwarzach - Die Themen Familie, Bildung und Arbeit stehen im Mittelpunkt des ÖAAB-Leitantrages, welcher am Donnerstag vorgestellt wurde. In drei Arbeitsgruppen wurden unter der Leitung von Andrea Kaufmann (Familie), Wolfgang Türtscher (Bildung) und Martin Mähr (Arbeit) die Positionen erarbeitet und breit diskutiert.

„Der ÖAAB-Vorarlberg versteht sich als die Vertretung der arbeitenden Menschen, vor allem aber als das ‚soziale Gewissen’ der Vorarlberger ÖVP mit einer starken familienpolitischen Ausrichtung. In einer Zeit, in der es der Wirtschaft gut geht, kommt der ‚gerechten Verteilung der Erträge’ besondere Bedeutung zu, denn Wirtschaft sind wir alle!“ so der ÖAAB-Landesobmann Rainer Gögele.

Für Andrea Kaufmann, Leiterin der Arbeitsgruppe Bildung, ist das Leben mit Kindern eine Entscheidung für das Leben und für die Zukunft, wobei Kinder und das Gelingen von Familie zunächst eine ganz persönliche Herausforderung darstellen. „Dennoch ist es ganz wesentlich, Familie nicht nur als reine Privatsache zu betrachten, sondern als wichtige Grundlage für das soziale Miteinander in einer Gesellschaft. Die Zukunftsfähigkeit eines Landes hängt ganz entscheidend davon ab, ob es gelingt, dass Familien mit Kindern gerne hier leben und ihnen gute Rahmenbedingungen zur Verfügung stehen,“ so Kaufmann.

Ziel der Familienpolitik kann nicht sein, so Kaufmann weiter, „den Menschen vorzuschreiben, welchen Weg sie zu wählen haben oder für welche Lebensplanung sie sich entscheiden, aber es sollten so gute Rahmenbedingungen vorhanden sein, dass den Familien eine freie Entscheidung ermöglicht wird.“

Bildung: Kinder und deren Potentiale in den Mittelpunkt stellen

Das Thema Bildung ist für Wolfgang Türtscher zum zentralen politischen Thema geworden. „Grundsätzlich gilt, dass Österreich ein hervorragendes Bildungssystem hat, was auch international immer wieder – zuletzt durch die OECD – bestätigt wird. Gut bewertet wird das Schulsystem mit seinen Verästelungen im Sekundar- (Gymnasium, Hauptschule) und Tertiärbereich (Gymnasium, berufsbildende Schulen). Junge Menschen können besser als in anderen Ländern zwischen verschiedenen Ausbildungswegen wählen und wechseln,“ betont Türtscher.

Verbesserungen und zeitgemäße Anpassungen sollen vor allem Kinder und ihre unterschiedlichen Potentiale in den Mittelpunkt stellen. „Kinder und Jugendliche leben in unterschiedlichen sozialen Rahmenbedingungen. Sie haben unterschiedliche Begabungen, Neigungen, Anlagen und Fähigkeiten, sie sind unterschiedlich belastbar, leistungsfähig und leistungswillig,“ so Türtscher. Deshalb fordert der ÖAAB eine frühe Sprachförderung für alle Kinder, die es benötigen. Weiters soll die Aufnahme ins Gymnasium nicht nur durch die Volksschulnote, sondern durch ein eigenes Aufnahmeverfahren erfolgen, die Einführung des Pflichtfaches ‚Politische Bildung’ in der 8. Schulstufe oder etwa eine weitere Stärkung der Schulautonomie.

Durch das Modell ‚Vorarlberger Mittelschule’ soll die Chance für die Aufnahme von Schülern in höhere Schulen, insbesondere der Oberstufe des Gymnasiums, verbessert werden. Insgesamt, so Türtscher „soll das bewährte leistungsfähige österreichísche Bildungssystem qualitätsorientiert weiterentwickelt werden.“

Arbeit: Leistung muss belohnt werden Im Leben der Menschen nimmt Arbeit eine zentrale Rolle ein. Durch Globalisierung, Technisierung und gesellschaftliche Veränderungen wandelt sich auch die Definition von Arbeit. „Die Arbeitsgruppe ‚Arbeit’ hat sich dieses Themas und der damit verbundenen Teilbereiche angenommen und diese im Detail durchleuchtet und auch vorausschauend aufgezeigt, welche Herausforderungen in nächster Zukunft gegeben sind,“ berichtet Martin Mähr.

Leistung muss sich laut Mähr lohnen. „Wir verlangen eine deutliche Entlastung unserer Leistungsträger, unseres Mittelstandes durch die Steuerreform 2010. Nötig ist auch, die spezielle Situation junger und älterer Menschen im Arbeitsprozess im Auge zu haben und die vorhandenen Systeme vernünftig weiter zu entwickeln. Außer Frage steht, dass die Solidargemeinschaft auch in Zukunft denen helfen muss, die es brauchen,“ so Mähr abschließend.

Quelle: ÖAAB-Vorarlberg

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Vorarlberg
  • Hauptthemen des ÖAAB-Vorarlberg
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen