"Hatte mehrere Schutzengel"

Herta Grünbichler war am Sonntag beim Abstieg von der "Kugleralp" unterhalb der Hohen Kugel ausgerutscht und über ein steiles Bachufer gestürzt.

„Zuallererst möchte ich mich bei meinen Rettern bedanken. Sie haben ganze Arbeit geleistet”, sagt Herta Grünbichler, als die „VN” sie gestern im Krankenhaus besuchen.

45 Bergretter der Ortsstellen Hohenems und Rankweil, zwei Alpinpolizisten, zwei Hubschrauber und drei Suchhunde waren an der Rettung von Herta Grünbichler aus Götzis beteiligt. Sie war am Sonntag beim Abstieg von der „Kugleralp” unterhalb der Hohen Kugel ausgerutscht und über ein steiles Bachufer gestürzt.

Gestern ging es der Götznerin schon wieder besser. „Ich hatte mehrere Schutzengel”, erzählt die 57-jährige Frau und erinnert sich an die Schrecksekunden: „Ich rutschte im nassen Gras aus, fiel einige Meter in die Richtung eines Bachbetts und blieb bei einem quer liegenden Baum hängen.” Weil sie sich aus eigener Kraft nicht mehr aus der misslichen Lage befreien konnte, setzte die Götznerin per Handy einen Notruf ab.

Eine großangelegte Suchaktion begann, da zunächst die genaue Absturzstelle unbekannt war. Bereits eineinhalb Stunden nach dem Absturz seien die Retter bei ihr gewesen, so Herta Grünbichler. Per Seilbergung wurde die völlig durchnässte Frau auf die Millrütte geflogen. Dort stellte der Notarzt eine starke Unterkühlung fest, der „Christophorus 8″ flog die Verunglückte ins Spital.

„Schon als ich zum Handy griff, war ich mir sicher, dass mich die Bergretter rasch finden werden”, betont die Wanderin, die so wie ihr Mann seit Jahren unterstützendes Mitglied der Bergrettung ist.

Außer ein paar blauen Flecken habe sie keinen Schaden genommen, sagt die Götznerin. Was allerdings passieren hätte können, wenn sie das erst zu Weihnachten erworbene Handy nicht in der Tasche gehabt hätte, daran wagt Herta Grünbichler „nicht zu denken”.

Gestern Abend konnte sie das Spital mit einer Schiene am Bein wieder verlassen.

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