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Hartberg in Altach zu Gast, angeschlagene Austria bei Admira

"Jedes Spiel ist für uns ein Endspiel", so Altach-Trainer Canadi
"Jedes Spiel ist für uns ein Endspiel", so Altach-Trainer Canadi ©APA/EXPA/HACKL
In der Fußball-Bundesliga geht es am Samstag mit der Qualifikationsgruppe weiter. Für Tabellenführer Hartberg geht es in Altach um wichtige Punkte, um sich über das Playoff vielleicht sogar noch für den Europacup zu qualifizieren. Derzeit haben die Steirer zwei Punkte Vorsprung auf die finanziell angeschlagene Austria, die in die Südstadt zur Admira muss. Für Tabellenschlusslicht St. Pölten ist eine Niederlage in Ried fast schon verboten.

Altach ist nach der Heimniederlage gegen die Admira wieder tief in den Abstiegskampf verstrickt. Nur drei Punkte liegen die Vorarlberger vor Schlusslicht St. Pölten und treffen nun zweimal auf den TSV Hartberg, der seine Führung in der Qualifikationsgruppe gegenüber der Wiener Austria verteidigen will.

Dass drei Punkte schnell verspielt sind, weiß auch Altachs Trainer Damir Canadi, der am Freitag betonte: "Jedes Spiel ist für uns ein Endspiel." Sein Team holte in vier Spielen der Quali-Gruppe mit kompakten Vorstellungen bisher vier Punkte (Hartberg sieben), erzielte dabei aber nur ein Tor. Altach ist gegen Hartberg seit einem 3:1 zuhause am 18. Mai 2019 vier Spiele (0-2-2) sieglos. Die Steirer gastieren als drei Spiele ungeschlagenes Team und nach einem 0:0 gegen St. Pölten im Ländle.

Markus Schopp stellte seine Offensivabteilung auf Schwerstarbeit ein. "Mit Altach treffen wir auf eine Mannschaft, die extrem gut defensiv organisiert ist und es schafft, die Räume sehr eng zu machen", sagte Hartbergs Trainer. Er warnte vor dem "sehr guten Umschaltspiel" des Gegners und Standardsituationen. "Da müssen wir gezielt achtgeben, damit man über Standards nicht in eine dumme Situation kommt."

Nachdem die Austria am Freitag in zweiter Instanz die Bundesliga-Lizenz erhielt, will sie auch sportlich auf sich aufmerksam machen. Am Samstag (17.00 Uhr) steht die kurze Anreise zur Admira an. Die Südstädter feierten zuletzt mit einem Schlag gleich zwei Erfolgserlebnisse. Dank des 1:0-Erfolgs in Altach gab die Elf von Damir Buric auch die "Rote Laterne" des Tabellenletzten an St. Pölten ab. Die Austria verpasste indes mit dem Remis gegen Ried die Chance, sich in der Qualifikationsgruppe an Hartberg vorbei nach ganz oben zu hieven.

Peter Stöger war mit der Leistung aber zufrieden. Vor allem konnte sich die Austria gegen eine tief stehende Abwehr doch einige Torchancen herausarbeiten. "Die Admira wird sicher auch auf eine gute Defensiv-Organisation setzen. Ich erwarte sie aber nicht so defensiv wie Ried. Wichtig ist, dass wir der Admira nicht so viel anbieten wie zuletzt der Rieder Offensive", meinte Stöger.

Für den einstigen Wackelkandidaten SV Ried rückt der Klassenerhalt in der Bundesliga schon in den kommenden Tagen zum Greifen nahe. Mit sechs oder zumindest vier Punkten im Doppel gegen St. Pölten wäre der Abstieg so gut wie abgehakt, betrüge der Vorsprung auf das Schlusslicht SKN vier Runden vor Schluss bereits elf oder neun Zähler. Teil eins der Mission soll am Samstag (17.00 Uhr) im Innviertel über die Bühne gehen.

Trainer Andreas Heraf, der in vier Partien bisher acht Punkte mit den Innviertlern einfuhr, klang optimistisch: "Alle ziehen an einem Strang", sagte der Wiener. Nicht zuletzt der Auftritt bei der Wiener Austria am Dienstag hat ihn davon überzeugt. Der SKN, der nach drei Niederlagen zum Start der Qualirunde zuletzt ein 0:0 in Hartberg erreichte, sei "nicht so schlecht, wie er gemacht wird", betonte Heraf. "Darum ist für mich ganz klar, dass wir auf der Hut sein müssen. Wenn du sie unterschätzt, nimmt das ein böses Ende".

St. Pöltens Sport-Vorstand Thomas Nentwich forderte von seiner Truppe Zählbares: "Wir müssen die Punkte mitnehmen, weil wir sie brauchen, und dann zuhause nachlegen." Ebenso hoffte Trainer Georg Zellhofer, einst auch in Ried an der Seitenlinie tätig, auf den ersten Sieg nach acht Spielen mit nur zwei Punkten: "Da können wir viel gutmachen."

(APA)

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