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Harfenklänge zum Auftakt der Podium-Konzerte

Der hochbegabte Harfenist Adrian Wolf aus Vaduz.
Der hochbegabte Harfenist Adrian Wolf aus Vaduz. ©Veranstalter/TaK

Im Vaduzer Rathaus-Saal begann die traditionelle Reihe der heurigen Podium-Konzerte mit dem Harfenisten Adrian Wolf aus Vaduz.

Vaduz. Am Sonntagvormittag begann im Rathaus-Saal Vaduz die heurige Reihe der beliebten Podium-Konzerte des Jahres 2011 (in Zusammenarbeit mit dem TaK), welche wieder jungen Musikerinnen und Musikern aus der Region die Chance geben, vor Publikum aufzutreten. Dieser Auftakt war dem Vaduzer Harfenisten Adrian Wolf (geb.1992) gewidmet, welcher solo und ohne Noten ein anspruchsvolles Programm bot. In Liechtenstein hörte man bislang öfters brillante Harfenistinnen; umso erfreulicher war es, einmal einen hochbegabten “Jüngling” an diesem sensiblen Instrument zu erleben. Adrian Wolf erhielt mit zwölf Jahren an der Liechtensteinischen Musikschule Harfenunterricht bei Gertrud Kaufmann-Greiner und wurde mehrmals mit Musikpreisen ausgezeichnet. Seit 2007 ist Adrian Wolf als Harfenist Mitglied des Jugendsymphonieorchesters der Musikschulen des Bezirks Bludenz. Wolf verfügt, von Kleinigkeiten abgesehen, über eine schon reife Technik und ist sehr stilsicher (von Händel bis zur Moderne).

Das Programm

Adrian Wolf begann sein Programm sehr flüssig mit dem populären ersten Satz von Händels Harfenkonzert in B-Dur, op. 4, Nr. 6. Sanft erklang sodann das “Chanson de Mai”, op. 40, von Alphonse Hasselmans (1845-1912). Der russische Meister Michail Glinka (1804-1857) schuf reizvolle Variationen über ein Thema von Mozart, die Wolf farbenreich spielte. Dann war die obligate Eigenkomposition des Solisten als Uraufführung an der Reihe. Nun, Wolf betitelte sein den Eltern gewidmetes Opus schlicht “Der Wolf”. Obwohl der Harfenist ein gewisses Heulen der Wölfe angekündigt hatte, blieb die Miniatur aber eher farblos-konventionell. Die Sonatina Nr. 2 in c-Moll von Francois-Joseph Naderman (1781-1835) wirkte etwa in der Toccata sehr vital. Und einen “tollen” Schlusspunkt setzte der smarte Adrian mit “New Blues” der amerikanischen Jazz-Harfenistin Deborah Henson-Conant (geb. 1953). Hier zeigte der 19-Jährige eindrucksvoll, dass er neben der zahlreichen “Klassik” lustvoll das richtige Feeling auch für die Moderne besitzt.

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