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Harder Strandbad-Pläne: Scharfe Kritik von ÖVP und FPÖ

ÖVP und FPÖ wenig zufrieden
ÖVP und FPÖ wenig zufrieden ©VOL.AT
Die Harder Gemeindevertretung hat sich am Donnerstag auf die Detailplanung des neuen Harder Strandbades geeinigt.
ÖVP will Sandstrand in Hard
Das sind die Pläne für das Strandbad

Im Fokus des neuen Harder Strandbades stehen laut Bürgermeister Martin Staudinger die Orientierung auf das Binnenbecken, das mit einem schwimmenden zwei Meter tiefen Seewasserbecken ausgestattet werden soll.

Mit einem nach Alter und Nutzung abgestuften Beckenkonzept vom Kleinkinderbecken über das Erlebnisbecken bis hin zum Schwimmerbecken soll das Harder Strandbad Angebote für Besucher aller Altersgruppen schaffen. Fix dabei ist wieder eine große Rutsche, die noch länger wird als die bisherige.

Die Beckenfläche im "großen" Becken wird größer als bisher, der Tiefenverlauf hingegen wird verringert. Im tieferen Bereich soll auch für Erwachsene das Schwimmen möglich sein. Daher wird dieses Becken im Vergleich zum Vorentwurf noch etwas breiter ausfallen.

Diskussion um Beckenneubau

Für Dikussionen in der Gemeindevertretungssitzung sorgte die Frage, ob die bestehenden Becken saniert oder neu gebaut werden sollen. Schlussendlich gab eine Mehrheit der Neukonzeption den Vorzug. Argumentiert wurde vor allem mit einem niedrigeren Trinkwasserverbrauch, Chloreinsatz und Energieverbrauch.

Seewasserbecken

Zugestimmt wurde auch dem geplanten Seewasserbecken. Dabei handelt es sich um ein im See schwimmendes Becken, das mit zwei Metern Tiefe ein klassisches Schwimmer-Becken wird. Ergänzt mit Sprungtürmen am Holzsteg ins Binnenbecken wird die Verbindung Beckenschwimmen – Seeschwimmen geschaffen. Mit Seewasser gespeist fallen Chemikalien und Trinkwasserverbrauch weg.

Kinderbereich und Sportmöglichkeiten

Der Kinderbereich wird neu gestaltet, Attraktionen wie ein Wasserpilz udgl. wird es wieder geben. Der bestehende Baumbestand bleibt erhalten, da und dort werden weitere Schattenspender projektiert. Angedacht ist die längere Öffnung des hinteren Strandbadbereiches, damit Beachvolleyball auch nach Saisonschluss im Herbst möglich wird. Alle Bauten, Umkleiden, Sanitäranlagen etc. werden neu gebaut.

FPÖ wenig zufrieden

Wenig zufrieden zeigen sich die Harder Freiheitlichen mit den beschlossenen Plänen zum Umbau des Harder Strandbades. Kritisch sehen die Freiheitlichen vor allem die geplante Beckengestaltung und den Wegfall des Seerestaurants. „Durch den Wegfall des bestehenden Schwimmbeckens wird das Angebot für Schwimmerinnen und Schwimmer im Strandbad verschlechtert. Mit einer kostengünstigen Sanierung hätte dieses Angebot für die Harderinnen und Harder erhalten und verbessert werden können“, zeigt FPÖ-Gemeindevertreterin Sandra Jäckel auf.

„Zudem sind wir der Ansicht, dass im Harder Strandbad unbedingt ein attraktives gastronomisches Angebot sicherzustellen ist. Auch ein solches fehlt in den beschlossenen Umbau-Plänen“, so Jäckel. Der Verweis von SPÖ-Bürgermeister Staudinger, auf die Planungen zur Neugestaltung des Hafenplatzes, die dann ein Restaurant beinhalten soll, ist für Jäckel nicht zufriedenstellend.

Auch ÖVP mit Kritik

Auch die ÖVP ist mit den Beschlüsen nicht zufrieden. Die Harder ÖVP sieht vor allem die Gefahr einer Kostenexplosion. „Ich hätte mir vor der Auftragsvergabe nochmals eine zusätzliche Schleife gewünscht“, meint ÖVP-Fraktionsobmann René Bickel. Die ÖVP befürchtet, dass die geplanten 10 Millionen nicht reichen werden.

Einsparungspotenziel ortet die ÖVP bei der Beckenplanung: Die Volkspartei würde eine Sanierung der bestehenden Becken bevorzugen: "Diese wäre bis zu eine Millionen Euro billiger, als der Bau eines neuen 'nur Nichtschwimmerbeckens'", rechnet Bickel vor.

Was den den Strandabschnitt anbelangt, will die ÖVP "Mittelmeerfeeling" an den Bodensee bringen: "Wir haben in Hard sehr viel Sand am Rhein und an der Bregenzer Ache. Man könnte diesen verwenden um relativ Kostengünstig einen 100 Meter langen Sandstrand im Strandbad zu errichten", schlägt Bickel vor. Zusammen mit dem neu geplante Seebecken hätte man dadurch in Hard ein Alleinstellungsmerkmal, ist die ÖVP überzeugt.

Das Seerestaurant und der Vorplatz kommen in der Strandbadplanung derzeit nicht vor. SPÖ-Bürgermeister Staudinger verweist hier auf die separate Hafenplatzplanung. Die ÖVP hat den Antrag eingebracht, das Seerestaurant solange bestehen zu lassen, bis eine neue Lösung gefunden ist. „Die Beiden Planungsprozesse isoliert voneinander zu betrachten, ist völlig falsch. Man sollte diese so schnell wie möglich zusammenführen, um sich mit dem einen nix für das andere zu verbauen. Stichwort Restaurant, Fahrradabstellplätze, Minigolfplatz usw.“, meint René Bickel abschließend.

(VOL.AT)

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