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Harder ÖVPler stehen gegen Bordell auf

Jetzt treten auch ÖVP-Kollegen des Harder Bürgermeisters Rogginer gegen dessen Bordellpläne auf: Susanne Doppelmayer und Ing. Josef Metzler sagen laut und deutlich "Nein".

Und sie stellen eine Menge unbequemer Fragen. „Damit vielleicht doch ein paar Harder endlich aufwachen“, traten die ÖVP-Gemeindevertreter Doppelmayer und Metzler an die „VN“ heran. Denn „es ist der Eindruck entstanden, als ob in Hard niemand gegen ein Bordell wäre. Das stimmt nicht.“

Ing. Josef Metzler bringt sein Anliegen auf den Punkt:

Hard hatte bis jetzt drei große Projekte:

  • Das Hotelprojekt: Setzte auf Kaffeefahrten und Massentourismus. Die Harder haben es abgelehnt.
  • Minimundus: Setzte auf Tagestourismus im großen Stil. Die Harder haben es abgelehnt.
  • Und jetzt das Bordell: Das setzt „einwandfrei auf Sextourismus. Da werden wir doch nicht ja sagen?“

    Für Josef Metzler und Susanne Doppelmayer ist einiges gewiss, vieles aber völlig unklar. Sonnenklar ist laut Doppelmayer, „dass ein Edelbordell den Straßenstrich beleben wird. Das hat auch der Sicherheitsdirektor gesagt“! Ob damit der Gemeindevorstand überhaupt zustimmen darf, wo doch das Sittenpolizeigesetz eine Verminderung solcher Missstände als Voraussetzung für eine Bordellbewilligung nennt, ist fraglich.

    Und klar ist Susanne Doppelmayer auch, dass ein Bordell keineswegs „ein Betrieb wie jeder andere“ ist. Da widerspricht sie Bürgermeister Hugo Rogginer vehement. „Keine Frau prostituiert sich freiwillig. 70 Prozent der österreichischen Prostituierten stammen aus dem verarmten Osten Europas.“ Und “90 Prozent waren laut UNO-Studie Opfer sexueller Gewalt. Schweden hat die Prostitution komplett verboten“, sagt Doppelmayer. „Da brauchen wir Harder doch nicht hier zu schreien“, wenn in Vorarlberg das erste offiziell Bordell errichtet werden soll.

    Vor dem Hintergrund der Gerüchte, wer alles bereits saftig am Bordell mitverdient, stellt Metzler klar: „Wir beide verfolgen keinerlei persönliche Interessen.“ Weder Doppelmayer noch Metzler gehört das Grundstück und sie sind weder an Planung noch Bau eines solchen Projektes beteiligt. Würden sie auch nie: Denn „Hard braucht diese 70.000 Euro Steuern nicht, Hard braucht Arbeitsplätze!“

    Wo bleibt der Pfarrer?

    Man habe trotz Einmahnung weder Experten gehört (Psychologen usw.) noch ist geklärt, ob das Grundstück an der Lustenauer Straße umgewidmet werden muss. Und noch etwas ärgert Metzler sehr: „Für mich bedeutet Prostitution die schlimmste Form der Erniedrigung und nichts weiter als Gewalt gegen Frauen. Und warum, frag ich mich, hat sich Pfarrer Georg Meusburger dazu bis heute nicht zu Wort gemeldet?“

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