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Harald Mahrer: "Nicht quick und dirty sondern fast und sexy"

©VOL.AT
ÖVP-Staatssekretär Harald Mahrer war am Donnerstag in Vorarlberg unterwegs, um sich mit Wirtschaftstreibenden zu treffen. Im ausführlichen VOL.AT-Talk nahm er Stellung zur Stimmung innerhalb der Koalition, TTIP, den Herausforderungen für den Wirtschaftsstandort Österreich und warum der Bund sich in vielen Punkten an Vorarlberg ein Beispiel nehmen kann.

Mahrer äußert sich im VOL.AT-Talk positiv zum Wechsel in der Regierungsspitze. Von vorgezogenen Neuwahlen geht er derzeit nicht aus. Den Aussagen von Bundeskanzler Kern lausche er aber sehr genau und sehe hier auch sehr vernünftige Ansätze von Seiten des Koalitionspartners. Dementsprechend hofft der Staatsekretär, dass den Worten nun auch Taten folgen und die Koalition tatsächlich bis zum angedachten Wahltermin 2018 Bestand hat. Dies sei aber natürlich nur möglich, wenn man sich handlungsfähig zeigt und auch die notwendigen Maßnahmen umsetzt.

Wirtschaftsstandort Österreich muss gestärkt werden

In erster Linie sieht Mahrer die Regierung dahingehend gefordert, den Wirtschaftsstandort Österreich zu stärken. “Die einzige Chance uns auf den internationalen Märkten zu behaupten ist über Innovation und Qualität. Dazu braucht es allerdings die richtigen Rahmenbedingungen”, erklärt der ÖVP Politiker. Das es hier Handlungsbedarf gibt, habe die Regierung erkannt und auch die jüngsten Aussagen des Kanzlers, würden in diese Richtung gehen. “Das ist jetzt eine Chance, die die Regierung ergreifen muss”, zeigt sich Mahrer optimistisch.

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Ein weiterer wichtiger Punkt sei es die Abgaben und Steuerbelastung für Unternehmen zu vermindern. Dementsprechend sieht auch der Staatsekretär, die zuletzt von der SPÖ ins Spiel gebrachte Maschinensteuer kritisch. In Zeiten des wirtschaftlichen Wandels sei es unabdingbar flexibel zu sein und dementsprechend dürfe nicht das bürokratische Korsett noch enger geschnallt werden.

»“Nicht quick und dirty sondern fast und sexy. Die gute Produktion kann auch in Zukunft bei uns stattfinden. Die dumme Produktion will ich gar nicht!” Harald Mahrer über die Chancen von “Smart Industry” in der EU«

TTIP sachlich diskutieren

Gerade die TTIP-Verhandlungen stoßen in breiten Teilen der Bevölkerung auf Skepsis. Mahrer möchte sich, was seine Präferenz angeht, hier allerdings noch nicht festlegen. Man müsse hier transparent und sachlich verhandeln und alle Fakten genau ansehen. Klar sei, dass ein gutes Verhandlungsergebnis nur so aussehen kann, dass beide Seiten davon profitieren.
“Wenn am Ende ein Ergebnis steht, von dem Österreich und die anderen europäischen Länder profitieren und dieses Ergebnis nicht zu Lasten unserer Ökologie- und Sozialstandards geht, muss man sachlich abwägen”, so Mahrer. Klar sei aber auch, sollte am Ende ein Ergebnis stehen, dass zu Lasten Österreichs gehe, man nicht zustimmen könne. Wichtig sei auf alle Fälle, dass alle Fakten nüchtern auf den Tisch kommen und auch transparent kommuniziert werden. Hier habe man zu Beginn der Verhandlungen sicher Fehler gemacht.

Zug zum Tor – was Wien von Vorarlberg lernen kann

Auch wenn Vorarlberg als kleines Bundesland manchmal belächelt werde, so könne der Bund doch einiges von Vorarlberg lernen und übernehmen. So zeigt sich Mahrer beeindruckt von der Leistungsorientierung der Vorarlberger. Weiters beobachte er sowohl in der Politik als auch der Wirtschaft Vorarlbergs eine starke Weltoffenheit, Zukunftsfreundlichkeit und Chancenorientierung. Dies seien genau die Werte, die die österreichische Wirtschaft und Industrie brauche.

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Warum für Harald Mahrer der wirtschaftliche Blick in Zukunft noch stärker nach Asien gehen muss, was er zum Thema Gesamtschule zu sagen hat und warum Österreichs Fußballer bei der EM vor allem Dank ihrer mentalen Stärke punkten können, sehen sie im ausführlichen Gespräch mit VOL.AT Chefredakteur Marc Springer.

Staatssekretär Harald Mahrer
Geboren: 27. März 1973 in Wien
Sein Ruf eilt ihm voraus: Die renommierte Zeit bezeichnete Mahrer als “Jedi der Volkspartei”, “Die Presse” attestiert ihm dandyhafte Eigenschaften. Der ÖVP-Staatssekretär für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft ist die “rechte Hand” von Parteichef Reinhold Mitterlehner und für seine offenen und direkten Ansagen bekannt. Mit Außenminister Sebastian Kurz gilt er als die Zukunftshoffnung der ÖVP, der durch seine zum Teil disruptiven Reformvorschläge aber auch besonders beim konservativen Teil der Schwarzen aneckt. Schon während der Schüssel-Regierung war er mit der Zukunftsperspektive der Partei unzufrieden. Die Zeit zitiert Mahrer: “Die Volkspartei hat zu wenig über die Zukunft des Landes nachgedacht, alles war stark von der Tagespolitik getrieben.” Weiters kritisierte Mahrer die zunehmende Verkrustung der Partei sowie ihr “diffuses Profil” und innerparteiliche Streitigkeiten. 

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harald-mahrer-mission-impossible ©Mahrer bei der Premiere von “Mission Impossible”. Foto: APA

 

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