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Handys unter Palmen: AK warnt vor Kostenfalle

©Bilderbox
Schwarzach, Wien - Handys reisen meist auch im Urlaub mit. So mancher Handynutzer versäumt es allerdings, sich rechtzeitig über Handytarife im Reiseland und Roaminggebühren zu informieren. Die AK gibt all jenen, die den Funkkontakt nach Hause suchen, Tipps zur Vermeidung unnützer Kosten.

Zu beachten gilt auch, dass ab Juli eine neue Verordnung betreffend des EU-Roaming geltend wird, das die Roaming-Preise in beträchtlichem Ausmaß sinken lässt. Das neue Roaming gilt allerdings nur für den EU-Raum – Vorarlberg als Grenzgebiet empfängt allerdings auch Mobilfunkbetreiber aus Lichtenstein und der Schweiz. Die AK warnt vor Kostenfallen. Gerade in Vorarlberg ist Vorsicht geboten!

AK-Tipps fürs Telefonieren mit Handys im Ausland:

  • Häufig – aber nicht immer – ist die Höhe der Preise in den untersuchten Urlaubsländern mittlererweile netzunabhängig. Ein vorsorglicher Anruf beim Anbieter schafft Klarheit. Denn: Die Netzwahl kann zwar dem Handy überlassen werden. Dann bucht sich das Gerät automatisch in das stärkste am Standort ein, das freilich nicht immer auch das billigste ist – Netz abhängig vom Gastland und vom Vertragspartner. Die Konsumentenschützer raten in diesem Fall, schon zu Hause über die manuelle Netzwahl die Einwahl ins günstigste Gastnetz das Handy hilft dabei weiter, weil die Betreiberauswahl je nach Gerätetyp unterschiedlich funktioniert zu programmieren. Die Bedienungsanleitung für das Handy hilft dabei weiter, weil die Betreiberauswahl je nach Gerätetyp unterschiedlich funktioniert.
  • Wichtig: Im Ausland fallen auch Kosten für ankommende Gespräche aus Österreich an. Anrufer und Roamer teilen sich die Kosten, da dem Anrufer gar nicht bewusst sein muss, dass das Handy gerade im Ausland weilt. Der Anrufer zahlt den nationalen Tarif für Gespräche ins Mobilnetz. Der Roamer trägt die Kosten für die Weiterleitung des Gesprächs von Österreich in sein Urlaubsdomizil (Passivgebühr).
    T-Mobile, Mobilkom (A1, bob, red bull mobile), Orange, TELE.Ring, Drei, und YESSS verrechnen im Privatkundentarif in den untersuchten europäischen Urlaubsländern (Griechenland, Türkei, Spanien, Kroatien und Italien) bis Ende Juni 2010 Passivgebühren von 0,228 bis 1,25 Euro (Ausnahme Drei: Hier telefoniert man in Italien im 3-Netz zu den gleichen Konditionen wie zu Hause). Ab Juli 2010 verringern sich die Passivgebühren in den EU-Staaten auf 0,18 Euro pro Minute.

    Am höchsten sind diese Weiterleitungsgebühren meist bei Wertkartenhandys (Ausnahme bob). In den EU-Ländern greifen die Höchstgrenzen einer EUVerordnung mit max. Passivgebühren von € 0,228/min und € 0,516/min für Aktivgespräche bis Juni 2010 – ab Juli 2010 max. Passivgebühren von € 0,18/min und € 0,468/min für Aktivgespräche.

  • Bei einem Handyruf vom Ausland nach Hause wird der Tarif des ausländischen Netzbetreibers samt Roaming-Aufschlag berechnet. Die Preise in den untersuchten Ländern sind zeitunabhängig.
  • In den untersuchten Nicht-EU-Ländern (Kroatien, Türkei) kann man wesentliche Kosteneinsparungen durch die Verwendung von SMS statt Telefonaten erzielen. In diesen beiden Ländern hat die EUHöchstgrenzenverordnung keine Gültigkeit und die Roaminggebühren (passiv und aktiv) sind dort wesentlich höher als in den EU-Staaten.
  • Bei Gesprächen zwischen zwei in Österreich angemeldeten Handies im Ausland zahlt der Anrufer den Auslandstarif des ausländischen Netzbetreibers. Der Empfänger der Nachricht die Passivgebühren seines Betreibers für ankommende Gespräche.
  • Kostenfalle Mobilbox: Wer am Strand seine Mobilboxnachrichten abhören will, zahlt genauso viel, wie bei einer Gesprächsverbindung nach Österreich.
    Wenn das Handy auf fallweise Rufumleitung zur Mobilbox programmiert ist, fallen bei fehlgeschlagenen Anrufen gleich doppelte Kosten an: Anrufe müssen erst ins Reiseland gesendet werden, um festzustellen, ob der Anruf angenommen wird. Wird der Anruf zur Mobilbox umgeleitet, weil besetzt ist, keine Verbindung zustande kommt oder einfach nicht abgehoben wird, so fällt beim Angerufenen die Passivgebühr und zusätzlich der Gastroamingtarif für die Rückleitung des fehlgeschlagenen Anrufes zur Mobilbox in Österreich an. Mit einer ständigen Rufumleitung kann man sich aus dieser Kostenfalle befreien, erhält aber auch keinen einzigen direkten Anruf. Tipp: Die Mobilbox ganz abschalten.Was zu tun ist, damit die Mailbox tatsächlich deaktiviert ist, kann je nach Anbieter und Produkt verschieden sein. Bei einigen Angeboten kostet die Deaktivierung bzw. neuerliche Aktivierung der Mailbox extra; bei einigen Wertkartenprodukten kann die Mailbox nicht deaktiviert werden. Nähere Infos erhalten Sie bei Ihrem Betreiber.

    Achtung: Ab 1.Juli 2010 darf für den bloßen Empfang einer Mailbox-Nachricht laut EU-Roamingverordnung aber innerhalb der EU kein Entgelt mehr anfallen (für das Abhören von Nachrichten dürfen weiterhin Entgelte verrechnet werden).

  • Tarifspecials: Manche Anbieter (Mobilkom, T-Mobile und Orange) stellen auch spezielle Roamingpakete zur Verfügung. Hierbei kauft man um einen Fixbetrag eine bestimmte Anzahl an Gesprächsminuten. Diese müssen dann innerhalb einer Frist (zB 4 Wochen oder bis zu einem Stichtag) aufgebraucht werden. Danach verfallen die nichtgenutzten Gesprächsminuten dieser Pakete. Bei voller Ausnutzung der Gesprächsminuten können diese Pakete günstige Varianten darstellen. Wird man jedoch überwiegend angerufen (Passivgespräche) oder nutzt das Kontingent nicht aus, können sich höhere Kosten als beim „normalen“ Roaming ergeben.
  • Achtung: Bei Telefonaten im Ausland können in der Regel die in Österreich gültigen Freiminuten nicht genutzt werden.
  • Steckdose ist nicht gleich Steckdose in Europa: Das Handy-Netzgerät kann im Ausland unter Umständen einen Adapter benötigen.

Alle Tarife wurden entsprechend den Netzbetreiberangaben im Mai/Juni 2010 erhoben, wobei die Gültigkeit der ab 1. Juli 2010 EU-weiten Höchstpreise berücksichtigt wurden.

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