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Handgerollte Trüffelkugeln und selbtgemachtes Eis

Marion Vogel mit ihrem Chef Paul Piringer im Osterhasenfieber.
Marion Vogel mit ihrem Chef Paul Piringer im Osterhasenfieber. ©Gerty Lang
LUAG, WAS MA WERA KÜNNT: Konditor Mit der Lehre zum Konditor wird dem Gaumen so einiges abverlangt.
Osterhasen im Konditorei-Cafe König

Lustenau.  Mandel, Krokant, Nougat, Trüffel und Marzipan sind für die einen eine Sünde wert und für die anderen die Arbeitsmaterialen, um eben kleine Sünden wie Petits Fours, Pralinen, Torten und derzeit zuckersüße Osterhasen herzustellen. Als „Candy-Man“ absolviert Michael Fitz bereits das 3. Lehrjahr. Marion Vogel hat erst vor wenigen Monaten mit der Lehre zur Konditorin in der Cafe-Konditorei König begonnen. „Das Schöne ist, dass wir keine Nachtarbeit haben.

Die Arbeit beginnt um 7 Uhr, wir bereiten das Frühstück für unsere Gäste vor und gebacken wird am Tag, täglich frisch“, erzählt Konditoreichef Paul Piringer. Von zahlreichen Pralinen-Spezialitäten und feinen Gebäcksorten über exzellente Creme- und Obsttorten, eigenem Eis, bis hin zum “ausgewachsenen” Baumkuchen, wird erlesene Vielfalt für den feinen Geschmack geboten, kreativ gestaltet und mit Raffinesse und Engagement zubereitet. Um eine Lehrstelle als Konditor zu erhalten, legt man in der Konditorei Wert auf handwerkliches Geschick und Ideen. „Wir können unserer Phantasie freien Lauf lassen, wenn wir die vielen Techniken und  Rezepte zur Herstellung der Köstlichkeiten beherrschen“, freut sich Marion schon auf ihre weitere Lehrzeit.

„Voraussetzung ist auf jeden Fall Sauberkeit und Hygiene.“ Denn der Konditor entwirft Torten und Pralinen selbst, auf Kundenwunsch oder nach einem Musenkuss. Für die Realisierung eigener Pläne muss der Azubi neben Experimentierfreude, Ausdauer und Selbstdisziplin mitbringen. „Schon beim Schnuppern achte ich auf das Engagement der jungen Leute. Wie sie sich anstellen die Creme zu verstreichen oder die Masse zu rühren, genauso aber auch wie sie eine Form aus Marzipan herstellen. In unserem Beruf ist es so, das Vormachen gleich Nachmachen ist“, sagt Piringer. Inzwischen fertigt Marion die kleinen Marzipankarotten für die Osterhasen.

Michael ist in der Berufsschule in Feldkirch, die einmal in der Woche besucht wird. Ostern ist Osterhasenzeit, auch in der Konditorei. „Es ist eine spezielle Arbeit, da  wir mit Kuvertüren arbeiten. Zuerst wird die Hasenform ‚geschminkt‘. Das heißt kommt die dunkle Schokolade für die Pupillen in die Form, dann die weiße für die Augen und erst dann die restliche Schokolade für den Hasen.“ Eine heikle Arbeit, wie Marion meint, „vor allem das Lösen aus der Form.“ Bei der Zubereitung der Konditoreiwaren ergänzen sich Hand- und Maschinenarbeit.

Für die Herstellung der verschiedenen Teige (Kneten, Ausrollen), Füllungen und Glasuren werden passende Maschinen eingesetzt. Es ist der Backofen zu bedienen und der Backvorgang zu überwachen. Und so hitzig es während der Konditor Ausbildung in der Backstube auch zugehen mag, nie vergessen: die zuckrigen Kunstwerke müssen durch den Magen gehen wie die Liebe!

 

Ausbildungsbetrieb:

Cafe – Konditorei König
Pontenstraße 25, Lustenau
Tel 05577 62520
Öffnungszeiten: täglich 9 Uhr bis 22 Uhr / Dienstag Ruhetag ..

 

Was macht deinen Beruf aus?

Paul Piringer, Konditormeister und Zuckerartist
Zuerst habe ich Bäcker gelernt. Der Konditor war anschließend die Herausforderung für mich. Mit den Kundenwünschen ergeben sich immer wieder neue Herausforderungen. Es ändert sich das Dekor, mal schlicht, mal üppig. Doch das wichtigste für mich ist, eine Tradition weiterzuführen.

Marion Vogel, 1. Lehrjahr
Mir gefällt die Kreativität des Berufs. Ich darf schon Früchte auf die Torten legen, Masse anrühren. Ursprünglich wollte ich Frisörin werden, bin aber froh, mich für den Konditorberuf entschieden zu haben. Interessant sind die Lebensmittellehre und die Herstellung der Teige.

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