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Handelsbilanzdefizit hat sich bis November stark verringert

Deutschland ist Österreichs wichtigster Importpartner
Deutschland ist Österreichs wichtigster Importpartner ©APA/dpa
Österreich hat von Jänner bis November 2023 um fast 4 Prozent mehr exportiert als im Vergleichszeitraum davor. Der Wert der ausgeführten Waren belief sich auf 186,45 Mrd. Euro. Insbesondere die Ausfuhren nach Deutschland, in die USA und in die Schweiz sind gewachsen. Der Wert der in die EU-Länder exportierten Waren stieg um 3,5 Prozent auf 127,84 Mrd. Euro, zeigen vorläufige Ergebnisse der Statistik Austria. Die Importe waren insgesamt rückläufig, vor allem aus China.

Von Jänner bis November sind die Einfuhren um rund 6 Prozent auf 187,53 Mrd. Euro gesunken. Das Defizit der Handelsbilanz sank damit auf 1,08 Mrd. Euro, nach 19,07 Mrd. Euro in der Vorjahresperiode. Aus den Mitgliedstaaten der Europäischen Union importierte Österreich von Jänner bis November 2023 Waren im Wert von 120,68 Mrd. Euro, das war ein Rückgang um fast 7 Prozent.

Neben dem Rückgang bei Deutschland (-7 Prozent), Österreichs bedeutendstem Importpartner, sind auch die Einfuhren aus China deutlich um 12 Prozent eingebrochen. Mit einem Importanteil von 7,5 Prozent (14,11 Mrd. Euro) ist China Österreichs zweitwichtigster Handelspartner beim Import. Beim Export spielt China für Österreich eine weniger wichtige Rolle (Platz 11), doch auch bei den Ausfuhren kam es von Jänner bis November 2023 zu einem Rückgang um rund 4 Prozent auf 4,71 Mrd. Euro. "Dadurch entstand das bei weitem höchste Handelsbilanzdefizit mit einem Handelspartner (-9,41 Mrd. Euro)", heißt es am Mittwoch von der Statistik Austria.

Die geopolitischen Krisen machen sich auch im Außenhandel bemerkbar. Im Zeitraum Jänner bis November 2023 haben die Importe aus der Ukraine gegenüber dem Vergleichszeitraum vor Kriegsbeginn (Jänner bis November 2021) um 9 Prozent auf 0,88 Mrd. Euro abgenommen. Die wichtigsten Importprodukte waren weiterhin Erze und Metallabfall. Exportseitig wurde eine leichte Zunahme um 0,2 Prozent auf 0,57 Mrd. Euro verzeichnet, mit medizinischen und pharmazeutischen Erzeugnissen als wichtigster Produktgruppe.

Die Importe aus Russland sanken gegenüber der Vergleichsperiode 2021 vor Beginn des Krieges mit der Ukraine um 6 Prozent auf 3,75 Mrd. Euro, wobei Gas weiterhin das wichtigste Importgut war. Die Exporte nach Russland sind um ein Drittel auf 1,24 Mrd. Euro eingebrochen. Die wichtigsten Produkte im Export waren im Zeitraum Jänner bis November 2023 medizinische und pharmazeutische Erzeugnisse.

Beim Handel mit Israel, der vor allem medizinische und pharmazeutische Erzeugnisse betrifft, haben sowohl die Importe als auch die Exporte von Jänner bis November 2023 zugelegt. Die Einfuhren stiegen um fast ein Viertel auf 0,32 Mrd. Euro, bei den Ausfuhren kam es zu einer Zunahme von rund 1 Prozent auf 0,51 Mrd. Euro.

Nur den Monat November 2023 betrachtet, war die Handelsbilanz positiv. Der Wert der Exporte stieg um rund 4 Prozent auf 18,96 Mrd. Euro, der Importwert sank um 14 Prozent auf 17,26 Mrd. Euro. "Günstigere Gasimporte und der deutliche Anstieg des Exportwerts chemischer Erzeugnisse haben im November 2023 zu dem Handelsbilanzüberschuss von 1,70 Milliarden Euro beigetragen. (...) Dabei hat sich der Wert der Gasimporte um mehr als die Hälfte reduziert und die importierte Menge ist fast um 10 Prozent zurückgegangen", so Statistik-Austria-Generaldirektor Tobias Thomas.

(APA)

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