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Hälfte der Gymnasiasten braucht Nachhilfe

Die Hälfte der österreichischen AHS-Schüler braucht Nachhilfe. Dies ergab eine vom Nachhilfeinstitut LernQuadrat gemeinsam mit AHS-Elternverbänden durchgeführte Umfrage.

Die Hälfte jener Schüler, die Nachhilfe brauchen, bekommen diese von Eltern und Geschwister, die andere Hälfte leistet sich bezahlte Nachhilfe. Die Hitliste der „beliebtesten“ Nachhilfefächer führt Mathematik (62 Prozent) vor Englisch (50 Prozent) und Deutsch (19 Prozent) an. Durchgeführt wurde die Umfrage im Dezember 2003. Dabei wurden 6000 Eltern und Oberstufenschüler in sieben Bundesländer befragt. Nicht beteiligt hatten sich Salzburg und das Burgenland. „In Vorarlberg hat leider auch nur eine AHS mitgemacht“, räumt Konrad Zimmermann vom Institut LernQuadrat ein. „Dennoch sind die Zahlen österreichweit repräsentativ“, ist Zimmermann überzeugt.

Teures Nachlernen

Weitere interessante Details der Studie: Die durchschnittlichen Kosten für bezahlte Nachhilfe liegen bei 620 Euro pro Jahr. Gründe für die Inanspruchnahme von Nachhilfe sind laut Umfrage die mangelnde Vermittlung des Stoffs durch die Lehrer (36 Prozent) vor mangelndem Fleiß der Kinder (29 Prozent) und mangelndem Interesse oder Begabung (19 Prozent), sowie der zu großen Stoffmenge (18 Prozent) und den zu hohen Erwartungen des Lehrers (17 Prozent). Im AHS-Bereich werden jährlich 17 Millionen Euro für Nachhilfe ausgegeben. Konrad Zimmermann von LernQuadrat schätzt, dass im gesamten Schulbereich 50 Millionen Euro für Nachhilfe ausgegeben werden.

Allgäuer skeptisch

Ruth Allgäuer, Pressesprecherin vom Landesschulrat Vorarlberg, sieht die Untersuchung skeptisch. „Es ist wahnsinnig schwierig, festzustellen, wer wie viel Nachhilfe in Anspruch nimmt. Viele sagen das ja nicht.“ Trotzdem verspricht Konrad Zimmermann von LernQuadrat für die Vorarlberger AHS-Anstalten bald komplette Zahlen. „Die übrigen Gymnasien im Ländle werden in den nächsten Wochen überprüft.“

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